Dienstag, 18. September 2018

Kuchenbackfieber

Es kommt eher selten vor, dass ich Kuchen backe. Ist jetzt nicht so, dass ich ihn nicht gerne esse, ich hab da schon so meine Vorlieben.

Meine Platzierung:

1. Zwetschgenkuchen
2. Hefezopf selbstgebacken ohne Füllung
3. Rhabarberkuchen
4. Donauwellen
5. Nusskuchen (wenn mehr Nüsse als Mehl im Teig sind)

Von Zwetschgenkuchen könnte ich ein halbes Blech verdrücken, ohne mit der Wimper zu zucken. Mach ich natürlich nicht. Aber um nicht in Versuchung zu geraten, backe ich eben selten.

Aber natürlich muss ich die Zwetschgenzeit wenigstens einmal ausnutzen, und morgen bietet sich der Nachmittag zum Kuchenessen an.

Die Süßmaus wird siebzehn.

"Kannst du mir bitte Kuchen für die Schule backen, das ist so ein ungeschriebenes Gesetz in der Kursstufe."

Kann ich natürlich.

"Am liebsten Fantakuchen mit Schokoglasur. Und für nachmittags hätte ich gerne einen Schokoladenkuchen, auch mit Schokoglasur."

Später kam sie dann: "Ich hab es mir anders überlegt, könntest du vielleicht einen Mohnkuchen backen? Ohne Glasur."

Natürlich könnte ich. Und dann weiß ich, dass die Süßmaus auch eine Liebe für Zwetschgenkuchen hat.

Also hab ich heute gebacken:

1 Fantakuchen - klassisch, auf ausdrücklichen Wunsch der Süßmaus mit Schokoglasur UND Gummibärchen

1 Schokokuchen - das Rezept (außer der Glasur und den Gummibärchen) ist vegan - keine Ahnung, ob der schmeckt 

1 Zwetschgenkuchen - mit Dinkelmehl und Birkenzucker - da bin ich echt gespannt drauf

1 Mohnkuchen - war ein Rezept für einen Mohnstollen, ich hab die Rolle in Scheiben geschnitten und in eine Springform gequetscht - sieht witzig aus

Dann noch Feigenmarmelade und Feigensenf gekocht, weil wir so viel Feigen geschenkt bekamen, und noch ein neues Salatsoßenrezept ausprobiert.

Mein Thermomix ist heute heiß gelaufen. Und ich hab fast nix anderes gemacht, als in der Küche gestanden.

hm


Montag, 17. September 2018

Beschwert

Ich hab mich ein bisschen bei meiner Familie beschwert. Innerhalb von zwei Wochen, sind zwei neue Bücher von Beate und mir erschienen, und irgendwie ist das nix besonderes mehr.

Body Spirit Soul konkret - Das Praxisbuch kam vor zwei Wochen



Body Spirit Soul - Das Aufstellbuch am Wochenende



Also früher, da war das jedesmal ein Highlight. Wenn DHL das ersehnte Paket brachte, dann bin ich aufgeregt durch den Flur gehüpft, und alle haben sich mit mir gefreut. Da sind mein Mann und ich bei jedem Buch, dass erschien abends Essen gegangen und haben mit einem Glas Sekt angestoßen.

Mittlerweile hat sich hier jeder dran gewöhnt.


Als ich Samstag von der Ausbildung an der SCN nach Hause kam, stand das Paket vom Verlag schon im Flur. Ich öffnete es, freute mich, zeigte es voller Stolz in die Runde und hörte nur ein: "Schön."

Im ersten Halbjahr standen Beate und ich ganz schön unter Strom mit unseren vielen Abgabeterminen, denn nebenbei lief unser Leben noch weiter.

Und jetzt sind sie da, unsere ersten drei Schätzchen. Das Leiterbuch kam ja schon im Juli, und das ist auch niemanden hier so richtig aufgefallen.

Also hab ich mich mal kurz beschwert, gestern Abend eine Flasche alkoholfreien Sekt geöffnet, und anwesende Familienmitglieder und Freunde genötigt, das Glas mit mir zu erheben.

Geht doch.

hm


Donnerstag, 13. September 2018

G E S U N D W E R D E N

Hab mich leider zu früh gefreut, gesund werden buchstabiere ich gerade durch.

Geht mir langsam ziemlich auf den Keks

Es wird doch wohl hoffentlich mal wieder gut

Sehr eigenartig, dass das nicht in den Griff zu bekommen ist

Unglaublich, dass ich heute das 12. Antibiotika bekommen habe

Nicht wirklich angenehm, dauerhaft Schmerzen zu haben

Da steckt doch irgendetwas dahinter

Wehe dem, der es auf meine Gesundheit abgesehen hat

Einfach aufgeben ist nicht

Ruhe gönne ich mir regelmäßig, daran kann's nicht liegen

D-Mannose, Probiotika, Prophylaxe nehme und alle Vorsichtsmaßnahmen mache ich schon

Es ist nur eine Frage der Zeit, des Glaubens, der Hoffnung und der Zuversicht

Nicht aufgeben, und an Heilung glauben

hm

Mittwoch, 12. September 2018

Ein Event nach dem anderen

Es ist glaube ich das erste Mal, dass ich mit meinen Lebe-leichtert-Kursen so spät starte. Während ich normalerweise immer im September beginne, geht es dieses Jahr erst im Oktober los. Mit Begründung. Ich fahre das erste Mal seit 17 Jahren zusammen mit meinem Mann und unserer Gemeindeleitung auf die Leiterschaftskonferenz unseres Bundes nach Willingen. Das war jahrelang aufgrund meiner Berufstätigkeit und vor allen Dingen der Kinder wegen nicht möglich. Dieses Jahr freue ich mich. Die Süßmaus wird nächste Woche siebzehn und kann mit ihrem großen Bruder mal ein paar Tage alleine zu Hause bleiben, Pflegekinder haben wir keine mehr und meinen Lebe-leichter-Kurs hab ich verlegt.

Meine Flyer sind verteilt, ab heute stehen ein paar Anzeigen in der Zeitung, die ersten Anmeldungen trudeln gerade ein, Newsletter ist geschrieben, und hier für dich auch noch die Info, wann und wo es losgeht. Für den Fall dass du bis Weihnachten noch ein paar Pfunde verlieren möchtest:




Aber bevor ich auf die Konferenz fahre, ist heute ein Ausflug mit Freunden ins Elsass geplant, unterrichte ich am Wochenende noch an der Schule für christliche Naturheilkunde und nächste Woche startet unser Männerevent. Da dachten sich die Männer bei unserem Ladiesday - das wollen wir auch. Wird ein kleinerer Rahmen sein, aber dennoch RICHTIG gut. Falls du also einen Mann hast, schick ihn vorbei.





Weitere Infos und auch ein Video findest du hier: http://cz-agape.de/me2018

hm



Montag, 10. September 2018

Das Leben kann so schön sein

Wenn du drei Monate mit einer Entzündung und Schmerzen zu kämpfen hattest, 10 Antibiotika genommen hast, wenn selbst der Arzt ratlos war und du ein bisschen mutlos und verzweifelt warst, wenn du dann dem Arzt mal ein paar Vorschläge machst, und diese Maßnahmen dann endlich mal greifen, wenn du dann mal eine ganze Woche am Stück schmerzfrei bist, und endlich das Gefühl hast, mal so richtig wieder "normal" zu sein, dann fühlt sich das bisschen an wie neu geboren. So fühl ich mich seit einer Woche, ohne ins Detail zu gehen.

Fotoshooting am Dienstag war fabelhaft, dank der Professionalität von Rahel und Patrick, und scheinbar auch Beate und mir. Denn das haben uns Fotograf und Make up artist uns versichert: "Man merkt das echt, ihr seid Profis."







Mittwoch und gestern stand ein Nachmittag im Europapark als Kontrastprogramm an,  bei dem ich das erste Mal in diesem Jahr Rafting gefahren bin. Kam bisher wegen der Entzündung nicht in Frage. Aber weil ich auf Nummer Sicher gehen wollte, hab ich mit Regencape vorgebeugt. Bisschen uncool aber in meinem Fall die richtige Entscheidung, da alle anderen klatschnass geworden sind.






Am Wochenende dann eine Lebe-leichter-Coachausbildung



und heute bin ich fast aus den Bett gefallen, als der Wecker klingelte. Zwei Schulkinder hab ich noch. Die Süßmaus ist in die Kursstufe gekommen und Jonathan holt sein Abi nach.

So, jetzt geh ich Lebe-leichter-Flyer verteilen, nicht meine Lieblingsbeschäftigung, muss aber getan werden.  Meinte der Freund der Süßmaus gestern: "Das ist ja auch ein coole Job, da fährst du mit dem Fahrrad deine Flyer verteilen und hast gleich noch bisschen Bewegung bei der Arbeit." Ja, so könnte man das jetzt auch sehen.

Immer schön positiv bleiben.

hm

Sonntag, 2. September 2018

Nicht spannend aber richtig interessant

Acht Bücher hatte ich mir für diesen Urlaub rausgesucht. Gestern, pünktlich zum Urlaubsende bin ich mit dem letzten fertig geworden. Während ich vergangene Woche noch ziemlich gemütlich ankommen konnte, nur Arztbesuche, Haushalt, Wäsche und Schriftkram auf meiner Arbeits- To do Liste stand, ist ab morgen wieder fast normaler Alltag.

Meine Lebe-leichter und Body-Spirit-Soul-Kurse starten zwar erst ab Oktober, aber dafür steht der im Juni verschobene Fototermin für eins unserer neuen Bücher und eine Lebe-leichter-Coachausbildung diese Woche auf dem Programm. 

Beate: Fototermin, ich freue mich auf dich!!!

Aber weswegen ich diesen Blogeintrag überhaupt angefangen habe: Ich wollte eigentlich kurz das 8. gelesene Buch erwähnen. Der Titel sprach mich sofort an und bei unserem letzten Treffen im Verlag wollte ich es mir kaufen. Beate bekam das mit, und entschied, es mir zum Geburtstag zu schenken. Was dann nicht mehr nötig war, da wir beide das Buch vom Verlag geschenkt bekamen. 




In meiner Jugendzeit hab ich den ein oder anderen Spionageroman von Konsalik gelesen, das ist schon so ewig her, aber ich erinnere mich noch daran, wie ich diese Thematik damals so spannend fand. Jetzt packt ein deutschgebürtiger EX-KGB-Spion sein Leben aus, wie er vom KGB angeworben, ausgebildet und in die USA geschleust wurde. Wie er 20 Jahre ein Doppelleben führte und wie es dann weiterging....ich will ja nicht spoilern.

Im Urlaub hatte die Süßmaus es schon gelesen. Ihr Fazit: „Es ist jetzt nicht so spannend geschrieben, aber wirklich richtig interessant.“

Mein Fazit: Es ist jetzt nicht so spannend geschrieben, aber wirklich richtig interessant.“

Klare Leseempfehlung. 


hm

Freitag, 31. August 2018

Einmal lächeln bitte

Während unseres Urlaubs war ich so gut wie jeden Morgen an der Küstenstraße laufen. Jeden Tag kamen mir die unterschiedlichsten Leute entgegen. Jung und alt, dick und dünn, sportlich und gemütlich, männlich und weiblich, freundlich und verbissen. Eine Frau war mir ganz besonders aufgefallen. Während so gut wie alle an mir vorbeiliefen, ohne mich sonderlich zu beachten oder zu begrüßen (warum auch, man kennt sich ja auch nicht) stach eine Frau besonders hervor. Jedesmal, wenn ich an ihr vorbeilief, setzte sie ein mega freundliches Lächeln auf und nickte mir grüßend zu. So, als kenne sie mich. Wir kennen uns nicht, aber automatisch grüßte ich lächelnd zurück. Das geschah nur bei ihr. 

Sie blieb mir als attraktive Frau angenehm in Erinnerung. Ich kann mich nicht mehr an ihre Figur erinnern, ihre Größe, ihre Kleidung, nicht daran, ob ihre Zähne gerade standen oder ihre Proportionen wohlgeformt waren. Aber an ihre Freundlichkeit, an das Lächeln, daran erinnere ich mich noch. 

Lächeln ist die kostengünstigste Möglichkeit dein Aussehen zu verbessern.


hm

Mittwoch, 29. August 2018

Meine Lieblingsapp

Ich bin ein Listen- und Planermensch. Ich liebe Kalender, Notizbücher und Checklisten. Hab ich die nicht, funktioniert meine Welt nicht. Weil ich zu vergesslich bin. Nun besteht die große Kunst darin, auch auf die Einträge zu achten. Eingetragene Termine nützen mir nämlich gar nichts, wenn ich nicht in den Kalender schaue.  Und das passiert mir leider hin und wieder. 

Und manche To dos will ich nicht einmal im Kalender stehen haben, weil der dann völlig überfüllt ist und ich den Überblick verliere. Also hab ich schon die ein oder andere Strategie ausprobiert, die mir hilft, mich an Aufgaben zu erinnern. 

Seit eine paar Wochen benutze ich eine App von Apple. Da ich Macbook, iPhone UND Apple-Watch benutze, und mir meine Freundin vor einer Weile erklärt hat, dass ich die Termine auch mit Erinnerungsfunktion eingeben kann ist meine Welt noch ein bisschen mehr geordnet. Dort trage ich nämlich jetzt sogar ein, wann ich einen Vorsorgetermin vereinbaren, wem ich was mitbringen will und wann die nächste U-Steuervoranmeldung fällig ist. Und solange da kein Haken dran gesetzt ist, nervt mich die App, bis die Aufgabe erledigt ist. 





hm

Dienstag, 28. August 2018

Schönbuch

Etwas erstaunt war ich, als der Postbote das große Paket am Samstag vom Verlag brachte. Ich hatte nichts bestellt.

Und dann staunte ich nicht schlecht, als ich unser Body-Spirit-Soul-konkret Praxisbuch in den Händen hielt. 



So schön, wie ich es mir vorgestellt hatte. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, ist doch der Erscheinungstermin erst am nächsten Montag. Scheint unser Autorenbonus zu sein. Während ich fasziniert die Seiten durchblättere, ergreift mich mal wieder so eine Riesenfreude. Wie wunderschön die Grafikerin unser Manuskript zu Papier gebracht hat. Einfach ein Schönbuch. Aber neben äußerlich schön sind auch die Inhalte mit Wertschätzung, Aufforderung, Nachdenklichem, Ermutigung, Mut, Freude, Praktischem, Theoretischem und vielen klugen Sprüchen gespickt.






Das Buch zum Kurs eben. Mein neuer Body Spirit Soul Kurs startet am 2. Oktober um 18:30 Uhr. 10 freie Plätze habe ich.

85 Multiplikatorinnen gibt es zwischenzeitlich schon in Deutschland, der Schweiz und Österreich, um die 30 Anmeldungen haben wir für das Seminar am 24. November. Vielleicht willst du mit dabei sein. Dann kannst du dich gerne noch anmelden. Vielleicht möchtest du das Buch auch erst einmal alleine durcharbeiten. Geht natürlich auch, wobei es im Kurs natürlich noch schöner ist.

Aber falls du es nicht erwarten kannst, deine Nase reinzustecken und die Zeilen in deinem Herz wirken zu lassen, dann kannst du Body Spirit Soul konkret - Das Praxisbuch AB SOFORT bei uns bestellen.


Body, Spirit, Soul konkret: Das Praxisbuch Taschenbuch – 3. September 2018

16,99 €

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: SCM Hänssler (3. September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3775158855
  • ISBN-13: 978-3775158855

Am Besten direkt bei unserer Mitarbeiterin: carmen.schank@web.de

Dann hast du es garantiert vor allen anderen.


hm

Freitag, 24. August 2018

At home

Nach vier Wochen Sardinien, Meer, Sonne, Chillen und Zeit freue ich mich schon auch immer wieder auf zu Hause. Und frage mich dabei jedes Jahr, wie es sein wird, wenn mein Mann in Rente geht, und wir den ganzen Sommer auf der Insel verbringen werden. Könnte sein, dass mir die Zeit fast zu lang wird. Allerdings sieht der Plan so aus, dass uns hier die Kinder und unsere Freunde besuchen können. Weil wir das Haus nicht nur für uns alleine beanspruchen. Und mit dieser Option sind drei Monate Sardinien dann doch auch wieder cool. Aber bis dahin sind es noch ein paar wenige Jahre und bis dahin, soll das Haus fertig saniert sein.

Dieses Jahr hatten wir noch ziemliche Baustelle im Haus, aber so langsam nimmt das Ganze Formen an. Wobei ich mal gleich sagen muss, dass ICH nicht wirklich viel hier gemacht habe. Der Handwerker ist definitiv mein Mann.


Vor einem Jahr musste ich im Flur notdürftig kochen, weil die neue Küche noch nicht eingebaut war. 




Dieses Jahr haben wir neue Stromleitungen im ganzen Haus, der feuchte Putz und die Holzverkleidung ist von den Wänden runter, neuer Putz drauf, bis auf ein Zimmer ist alles neu gestrichen. Eine neue Eingangstür ist eingebaut, ein Bogen im Flur mit einer neuen Marmorstufe. 






Im Garten ist die Treppe zur geplanten Dachterrasse gebaut und das letzte neue Fenster wurde eingesetzt. In der letzten Woche haben wir noch reichlich Müll entsorgt und dabei Hilfe von unserer Freunden aus Bremen gehabt, die die letzten fünf Tage mit uns verbracht haben. 

Freundschafts-Prime-Time. Mit guten Freunden kannst du nämlich chillen, reden, lachen, weinen, feiern, essen, trinken und arbeiten. Oder einfach nur zusammen sitzen, auch bei fünf Tagen bescheidenem Wetter.


hm

Mittwoch, 1. August 2018

Blick aufs Meer

Jeden Morgen gegen 8:00 Uhr, während alle anderen im Haus noch schlummern, fahre ich mit dem Auto runter an den Strand und gehe eine Runde Joggen. 38 Minuten, dann ein bisschen Streching, einmal auf dem Handy Mails angeschaut, weil unten am Meer das beste Netz ist, bisschen aufs Meer schauen, dann gehts wieder hoch ins Haus und ich hab Zeit für meine Power Hour und Reflexion.

Heute kam mir DIE Idee.

Ab morgen nehme ich mir meinen Strandstuhl, meine Bibel, Stifte und mein Tagebuch mit, setzte mich nach dem Joggen auf die Klippen mit Blick zum Meer und mach die Power Hour und Reflexion direkt am Wasser.  


hm

Dienstag, 31. Juli 2018

Leinen los

Kerstin hatte mich vor ein paar Wochen angeschrieben, sie sei in der Nähe, und wollte mich gerne mal kennenlernen. Ich kann mich an eine kurze Begegnung mit ihr auf einer Konferenz vor mehr als 10 Jahren erinnern, ein Treffen wäre echt schön. Leider musste ich absagen, da ich an diesem Wochenende nicht zu Hause war. Auch an den nächsten beiden Malen, an denen sie in meiner Nähe ist, bin ich unterwegs. Wie schade. Aber sicherlich wird es in der nächsten Zeit mal ein Treffen geben, wer weiß, vielleicht bin ich ja mal in Berlin.

Kerstin, dann komme ich dich auf deinem Schiff besuchen.

Ihr Buch „Das gute Leben“ liegt schon eine Weile auf meiner Leseliste, aber vor lauter selber schreiben, kam ich kaum zum Lesen. Hab immer mal wieder durchgeblättert, und fand viele ihrer Ideen richtig gut. Klar sind Beate und ich in diesem Thema auch unterwegs, aber was mir gut gefallen hat, sind ihre Aufforderungen zur Tat und ihre Tipps zum Weiterdenken:

Nur so ‚ne Frage
Nur so ‚ne Idee
Musiktipp
Filmtipp

Kurz bevor wir letzte Woche zum Flughafen fuhren, kam dann ihr neustes Buch. Ich hatte es mir direkt bei ihr als Urlaubslektüre bestellt. Natürlich mit dem Vorsatz, dir hier im Blog darüber zu berichten.

Dass Kerstin sich vor ein paar Jahren ein Schiff kaufte um es zu einem Hausboot umzubauen, das wusste ich. Wer Kerstin als Facebook-Freund hat, der kam um die Geschichte nicht drum herum. Jetzt schreibt sie in ihrem Buch die Einzelheiten. Und das hat mich so richtig begeistert. Ich liebe wahre Geschichten, die mit Höhen und Tiefen verbunden sind, wo Gottes Handschrift immer wieder erkennbar ist, und die nicht nur nette Unterhaltung bieten sondern zwischen den Zeilen auch gute Inputs geben. Und natürlich ein Happy End haben.

„Leinen los - Wie ich mitten in Berlin ein Hausboot baute, um meinen Traum zu leben.“ ist so ein Buch.

Einen Tag hab ich gebraucht, dann war ich durch. Genauso wie Beate, die Kerstins Buch schon vor mir gelesen hatte, hab ich eine ganze Reihe von Lieblingssätzen grün unterstrichen. Sätze, die mich selber berührt, motiviert oder zum Nachdenken gebracht haben. Und genau das ist Kerstins Ansatz. Sie liebt es, wenn Menschen durch ihre Arbeit ins Handeln kommen. 

Liebe Kerstin, ist dir gelungen.

Hier ein paar „meiner“ Sätze:

„Ein starkes Happy End bewegt nicht nur, weil es am Ende gut ausgeht, sondern auch, weil die Hauptpersonen auf dem Weg dorthin verwandelt wurden. Hätten sie sich dem Veränderungsprozess widersetzt, wäre es meistens nicht zum Happy End gekommen.“

„Wenn man Salz und Zucker mischt, wird beides unappetitlich. Schmerzhaftes mildern, indem man krampfhaft versucht, Schönes beizumischen, ist emotional genauso widerwärtig. Schmerzhaftes darf als solches wahrgenommen und mit Trauer, Trost und praktischen Maßnahmen bewältigt werden. Und Schönes darf bejubelt und gefeiert werden. Manchmal beides nebeneinander - nur eben nicht vermischt.„

„So ärgerlich Fehler sind, ich übe mich darin, mich deswegen nicht anzuklagen. Fehler macht man, weil man es nun mal nicht besser weiß. Wer nichts tut, macht noch mehr falsch."

„Gelegenheiten muss man mutig ergreifen, wenn sie sich bieten. Im Nachhinein sind wir alle Genies und wissen: Das hätte ich machen sollen. Die Kunst ist es, etwas genau dann zu tun, wenn es dran ist. Träume und Risiken abwägen. Dann mutig entscheiden."

Und da war da noch Helge, einer der Bootsbauern, der am Ende Cello spielte. Aber das kannst du gerne selber lesen.



  • ISBN: 978-3-86270-974-8 (bene!: 978-3-96340-028-5)
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Verlag: Bene! 
  • Format: Klappenbroschur, ca. 192 Seiten mit zahlreichen farbigen Fotos, Format 13,5 cm x 21 cm
  • Serie: Nein
  • Mehr über den Autor: Kerstin Hack


hm

Montag, 30. Juli 2018

(K)ein Grund zum Heulen

Viermal sind mir innerhalb von einer Woche die Tränen in die Augen geschossen.

1. Letzten Sonntag verabschiedete sich H. von der Gemeinde. Nein, so traurig war das nicht. Wir wussten, dass sie nur für eine Weile bleibt. Vor einem Jahr lernten wir sie kennen. Nachdem sie in Australien bei Hillsong in der Ausbildung war, eine Zeit in Paris arbeitete und dann Lehramt studierte, nahm sie für ein Jahr eine Stelle als Lehrerin in unserer Nähe an. Gleich mit der Option, nach diesem Jahr nach Freiburg zu ihren Eltern zu ziehen. Sie hat uns in einigen Dingen inspiriert, Kontakte geschaffen, am Klavier im Lobpreis unterstützt und war mitten drin in unserer Gemeinschaft. Jetzt stand sie da oben und dankte der Gemeinde, für dieses Jahr, und dass wir sie so herzlich aufgenommen haben. Das alles ist nun wirklich kein Grund zum Heulen, aber plötzlich setzte sie an und erzählte, was sie wirklich bewegt: „Ihr seid eine wunderbare Gemeinde, die eine Kultur der Liebe, Wertschätzung und Ehre lebt. Ihr organisiert die tollsten Events, der Ladiesday war der Hammer, und ich bin auf jeden Fall das nächste Mal wieder dabei. Auch die Geburtstagsfeier letzten Freitag war einfach mega. Das habt ihr so drauf. Aber das, was mich am meisten hier beeindruckt hat, das ist euer Pastorenehepaar. Vlado und Heike, ich habe euch kennengelernt und ihr seid es, die dieser Gemeinde ihre Richtung geben. Ich habe nur einen Bruchteil dessen erfahren, was ihr im Leben erfahren habt. Aber das, was euch und diese Gemeinde ausmacht, ist, dass ihr immer die richtige Wahl getroffen habt. In jeder schwierigen Situation habt ihr euch nicht gebeugt, habt ihr nicht aufgegeben, sondern die Wahl getroffen weiterzumachen. Das hat mich tief beeindruckt.“ Also jetzt mal ehrlich, da hättest du auch geheult, oder?

2. Meine große Hoffnung hier im Urlaub war, dass ich gesund werde. Du weißt das natürlich nicht, aber ich bin nach der Blasen/Nierenentzündung im Juni nicht wirklich gesund geworden. Seit genau zwei Monaten schleppe ich diese Entzündung jetzt mit mir rum, habe kurz vor dem Urlaub das 5. Antibiotika bekommen. Jedesmal wenn die Antibiotikabehandlung abgeschlossen ist, kommen die Schmerzen wieder. Ich hab alles an pflanzlichen Mitteln ausprobiert, von Cranberries über D-Mannose, Milchsäurebakterien, Schachtelhalmtee bis zu Angozin. Nichts half. Große Hoffnung für den Urlaub: Hier wird es bisschen ruhiger, hier werde ich gesund. Einen großen Beutel an pflanzlicher Prophylaxe hatte ich im Gepäck, verzichte auf entzündungsfördernde Lebensmittel wie Weizen, Schwein und Zucker und trinke abends Tee statt Aperol. Und es sah tatsächlich gar nicht so schlecht aus. Bis die Schmerzen vorletzte Nacht wiederkamen. Da hab ich jetzt nicht so ganz geheult, aber ein bisschen verzweifelt war ich schon. Zumal ich alles dafür tue um vorzubeugen. 

3. Ich hab ein Notfallantibiotika vom Arzt bekommen, wäre also kein Grund zum Arzt oder zum Krankenhaus zu fahren. Aber die Süßmaus macht seit einer Woche mit einer Mandelentzündung rum. Alle Halsschmerztabletten, Kamillentee, Zwiebelmilch mit Honig zeigen keine Wirkung, seit ein paar Tagen dränge ich sie, dass wir zum Arzt gehen. Gestern dann von ihr das ok. Nur hat sonntags hier kein Arzt offen. Also ging es ins Krankenhaus. Und da war sie dann plötzlich, die Erinnerung. Hier wurde uns gesagt, dass es unser Sohn nicht geschafft hat. "Il morto." An diese Worte erinnere ich mich. Seit 18 Jahren waren wir nicht mehr dort. Wir haben immer einen großen Bogen um dieses Gebäude gemacht. Genauso wie um den Strand, an dem Julian verunglückt ist. Ich musste kurz den Raum wechseln, mich bisschen erinnern, ein paar Tränen aus den Augen wischen, dann ging es wieder. Und wo wir schob mal da waren, hab ich vom Arzt auch gleich noch ein Antibiotika aufgeschrieben bekommen.

4. Eine Träne lief mir übers Gesicht, als Helge anfing Cello zu spielen. Steht im neusten Buch von Kerstin Hack, das ich an einem Tag durchgelesen hatte……..dazu schreibe ich aber noch ausführlicher. 

Sonst genieße ich den Urlaub. Die Sonne, das Meer, die Luft, unser Haus, die Mädchen, meinen Mann, bisschen Sport, das sardische Essen, das Nichtstun und die Reflexion - wie jedes Jahr. Kein Grund zum Heulen.



hm

Samstag, 28. Juli 2018

Gechillt wird trotzdem

Ich wusste von der Baustelle in unserem Haus. Trotzdem war ich Dienstagnacht, als wir um 23:00 Uhr ankamen etwas geknickt. Puh, doch so viel Arbeit. Die Betten standen alle Hochkant, weil die Wände neu verputzt wurden. Gestrichen werden müssen sie noch. Strom war verlegt, aber die Steckdosen fehlten. Es war über den Winter feucht geworden und auch die frisch verputzten Wände gaben Feuchtigkeit ab. „Das wird schon werden.“, redete ich mir um 1:00 Uhr ein, als wir dann endlich in den Betten lagen, nachdem wir erst einmal mitten in der Nacht, den Boden von Schutt befreit und die Betten aufgebaut und bezogen hatten. 

Ähnliche Situation wie vor 22 Jahren, als wir das Haus gekauft hatten. Ich bin nur einen kleinen Moment kurz geschockt, dann scanne ich ab, was zu tun ist und nehme den Besen in die Hand. Klar, Urlaub sieht bei den meisten anders aus, aber Sardinien ist für uns eben nicht nur Urlaub. 

Hier ist unser zweites zu Hause. Hier sind die Kinder groß geworden, hier haben wir gelacht, gespielt, gestritten, gearbeitet, gechillt, gefeiert und geweint. Die wenigsten können das nachvollziehen, verbringen ihre Ferien lieber in Hotels, Ferienwohnungen, auf Schiffen oder in Campingwägen. Hin und wieder sehne ich mich auch danach. Einfach ankommen und nix mehr machen. Aber dann erinnere ich mich eben an die Vision, die mein Mann und ich vor mehr als 22 Jahren hatten. Einen Ort zu schaffen, an dem wir träumen können, ein Ort, wo wir uns als Familie immer wieder neu begegnen. Damals, als die Kinder klein waren, später, wenn sie uns dann besuchen kommen. Mit Enkelkindern oder so.

Dieses Jahr ist die Süßmaus mit ihrer besten Freundin dabei. Die Baustelle stört schon seit dem zweiten Tag nicht mehr. Gechillt wird trotzdem. Und Sport machen wir gemeinsam. Während ich morgens alleine joggen gehe, motivieren mich die Mädchen, abends bei ihrem Workout mitzumachen. Mach ich doch gerne.

Dafür motiviere ich die Süßmaus Avocado zu probieren. Ist gerade unser Favorit:

Brot mit Ricotta bestreichen, dünn mit Avocadoscheiben belegen, Tomatenscheiben drauf und salzen. LECKER, sagt sogar die Süßmaus.

Wer hätte gedacht, dass sie mal Avocado mag, dass sie freiwillig Sport treibt, ohne Aufforderung den Tisch abräumt und ihr Zimmer ordentlich hält. Könnte es sein, dass sie erwachsen wird? 

hm

Dienstag, 24. Juli 2018

Chillmodus

"Jetzt verstehe ich, warum du vier Wochen Urlaub brauchst.", schrieb Beate, als ich ihr ein paar Fotos und Videos von der Geburtstagsfeier meines Mannes schickte.

In ein paar Stunden geht unser Flieger, aber ich will dich wenigstens auch noch mit ein bisschen Input bestücken.

Letzte Woche gingen meine Lebe-leichter-Kurse und der Body- Spirit- Soul- Kurs zu Ende, Eine Handvoll Besuch aus Bremen war zu Gast, ein Tag Deko aufbauen für die Party, ein Tag Deko abbauen nach der Party. Ziemlich viel Hilfe von Freunden. Dabei und dazwischen war nur gute Laune, Stimmung und mein 60jähriger Mann, der sich exakt so ein Fest gewünscht hat.
















Das letzte lektorierte Manuskript hab ich gestern weggeschickt, die U-Steuervoranmeldung fast nicht vergessen, noch ein paar Kleinigkeiten geregelt und erst heute morgen gepackt. Viel brauchen wir nicht bei 30 Grad im Schatten, da geht das Packen schnell.

Wenn wir im Auto Richtung Flughafen sitzen, leg ich den Schalter um in "Chillmodus".

hm




Sonntag, 15. Juli 2018

Holy moments

Taufe ist immer ein besonderes Highlight in unserer Kirche, verbunden mit einem Fest am See. Wo wir schon mal da sind.




Ganz besonders war für mich, dass sich C. hat taufen lassen. Sie ist die erste Body-Spirit-Soul-Teilnehmerin, die in der Pilotgruppe letztes Jahr eine Entscheidung für Jesus getroffen hat. Sie wird wohl in die Geschichte eingehen. Auf jeden Fall ist ihr Name im Buch des Lebens zu finden.






11 Täuflinge hatten sich angemeldet, und dann stellt mein Mann immer noch die Frage, ob es noch jemanden gibt, der sich entschieden hat, und getauft werden möchte. A. stand schon eine Weile neben mir und bat mich, ihre Hand zu halten. Sie hatte die Entscheidung schon getroffen und ging dann als 12. mutig ins Wasser. Da ist Freude nicht nur im Himmel angesagt, auch bei uns, ihren Eltern und Geschwistern.




hm

Freitag, 13. Juli 2018

Bisschen mehr Leichtigkeit bitte

„Ich hab mein Leben sonst so sehr im Griff, nur beim Essen, da versage ich immer wieder.“ Eine meiner Teilnehmerinnen sprach es gestern im Kurs aus, alle anderen nickten. Das ist tatsächlich ein Phänomen. Während wir scheinbar unser Leben gut im Griff haben, der Doppel- und Dreifachbelastung im Alltag standhalten, kippt unsere Disziplin angesichts einer Tafel Schokolade oder der Tüte Chips. Wie kann es denn sein, dass wir sonst so ziemlich alles im Griff haben, aber beim Essen scheitern wir? 

Könnte es evtl. damit zu tun haben, dass wir gerne die Kontrolle behalten und meinen für alles die Verantwortung zu haben? Verantwortung auch dann, wenn die eigentlich jemand anderes übernehmen sollte. Die Erwartungen und Passivität anderer lässt uns zu gerne aktiv werden, macht ja sonst keiner. 

Aber eigentlich sehnen wir uns ein bisschen nach „Verantwortung ablegen“, „auch mal gehen lassen“, „auch mal fünf gerade sein lassen“, „ach kann mir doch auch mal egal sein.“ nach ein bisschen Unbeschwertheit. Bekommen wir aber oft nicht, oder gönnen wir uns nicht. Weil wir im Beruf funktionieren müssen, weil zu Hause der Laden laufen muss, wegen der pädagogisch wertvollen Erziehung, dem, was wir nach außen hin darstellen, den Zielen, den Vorgaben, den Maßstäben, dem, Erfolg, dem Geld und was weiß ich noch für komisches Zeugs.

Und dann ist es eben das Essen, bei dem wir uns mal eben gehen lassen, mal fünf gerade sein lassen und leider füllt das „ach kann mir doch auch mal egal sein“ kontinuierlich unsere Fettdepots. Und dann wars das mit der Unbeschwertheit.

Also ich meine jetzt nicht, dass wir alle plötzlich verantwortungslos werden, damit wir unser Essverhalten in den Griff bekommen. Und sicherlich ist das auch nur eine Seite der Medaille, aber meinen Damen gestern im Kurs hat der Input gutgetan.

Also rufe ich heute einfach mal auf zur neuen Unbeschwertheit. Lass ein bisschen mehr Leichtigkeit in dein Leben. Lache öfter als dass du weinst, lauf mal wieder barfuß, genieß die Sonne, dein Leben und auch dein Essen. Aber eben nur dreimal am Tag, einen schönen Teller voll. Und dann ist gut.


hm