Samstag, 29. August 2015

Vor- und Nachteile



Jetzt, wo ich endlich wieder weich gebettet in meinem eigenen Bett schlafe, wo mich weder lautes, italienisches Gequatsche, noch fahrende Händler mit ihrem Megaphone wecken, bin ich morgens vor 6.00 Uhr hellwach und kann nicht mehr einschlafen.

Fragt mich mein Sohn, heute Morgen, nachdem ich vom Einkaufen kam, was ich denn heute alles gemacht hätte.

„Ich hab gelesen, war joggen, hab geduscht, gefrühstückt, Wäsche gewaschen, auf gehangen und zusammengelegt, das Bad sehr gründlich geputzt, Betten gemacht, Küche aufgeräumt, ein paar Buchungen erledigt, ein paar Emails beantwortet, mit einer Freundin telefoniert und jetzt komme ich gerade vom Einkaufen.“

„Also, du meinst nur heute???“

Bin gerade mit mir am Ringen, ob ich mir nicht einfach im Urlaub den Wecker stelle. Wird ja nicht ewig gehen, dass ich einfach so früh wach werde.

Und wenn doch, na umso besser. 
 

hm

Freitag, 28. August 2015

Der Wahrheit ins Digitalauge



Woran es letztendlich gelegen hat weiß ich gar nicht. Mit dem Betreten der Insel hat mein Verstand mal kurz für vier Wochen ausgesetzt und ich konnte mich nicht mehr an die Lebe-leichter-Regeln erinnern. Ich müsste es doch eigentlich besser wissen. Ich weiß doch wo das hinführt.

Immer mal wieder schlich sich der Gedanke ein, so könne es nicht weitergehen, aber meistens verblasste er in der hintersten Ecke meiner Gehirnwindung und ward nicht mehr gehört.
Röcke mit hohem Strechanteil lieferten mir weder Warnsignal noch Unbehagen, so dass die Vernunft dem Verdrängungsmechanismus weichen musste.

Aber natürlich ist mir auch bei vernebeltem Bewusstsein klar, dass Schokokekse am Strand, Pecorinokäse in Massen, Eis wann immer sich die Gelegenheit ergab, Aperol und sonstige Spirituosen nicht unbemerkt bleiben.

Nachdem die Träume im Gehirn die Gedanken aufgeräumt haben, war ich jeden morgen gewillt die Regeln einzuhalten, aber über den Tag verteilt war es dann mit der Disziplin vorbei.



Über Bewegung schreibe ich hier gar nicht, da lohnt sich das Tippen auf der Tastatur nicht…..

Am Mittwoch zu Hause angekommen musste ich dann der Wahrheit einfach ins Digitalauge sehen, lag dann allerdings mit Schnappatumung fast ohnmächtig neben der Waage. (Wie blöd kann man auch sein, nach dem Mittagessen, mit Klamotten, UND schwerem Gürtel auf die Waage zu gehen?)

Donnerstagmorgen dann ohne Frühstück und Kleidung das tatsächliche Ergebnis. Nicht ganz so schlimm wie am Tag davor, aber immer noch so viel, dass ich JETZT wieder brav bin, damit auch die Hosen ohne Strechanteil wieder ordentlich passen.

Drei Kilo hat mir der Urlaub beschert. 



Natürlich ärgert mich das ein bisschen. Aber was soll das Jammern? Fakt ist: Es liegt weder am Alter, noch an den Wechseljahren, nicht am Stoffwechsel, auch nicht an den Umständen. Liegt alleine an mir. 

Und an dir, falls du auch Urlaub hinter dir hast.

Also, starte ich doch gleich mal wieder ins Programm. In vier Wochen starten meine Kurse, wenn du magst, sei wieder mit dabei.

Weihnachten sind wir dann schlank, mal wieder.
 

hm

Donnerstag, 27. August 2015

Tausch


Und schon wieder tausche ich die mediterrane Landschaft mit ihren verdurstenden Feldern, der immergrünen Macchia, dem rauschenden Meer, unser schlichtes Feriendomizil, und den Luxus von vier Wochen Nichtstun gegen das satte Grün unserer Wälder und Weinberge, viel Platz im Haus und Garten, und der Arbeit, die auf mich gewartet hat.




Und obwohl mich jedes Jahr die Arbeit nach dem Urlaub fast erstickt, starte ich mit mäßigem Tempo, und halte immer mal wieder ein paar Pausen ein. Bei den Temperaturen fühlt es sich mit geschlossenen Augen an wie im Urlaub.


Die Pausen sind allerdings wohl dosiert.

hm

Montag, 24. August 2015

Die letzte Langeweile



Auch wenn meine Lebe-leichter-Kurse erst am 22. September wieder beginnen, zu Hause wartet ein riesiger Berg Arbeit auf mich. 
 
Ich täte also gut daran, mich die letzten beiden Tage noch zu langweilen.




hm

Mittwoch, 19. August 2015

Die letzten drei Wochen



„Schreibst du im Urlaub eigentlich auch blog?“, fragten mich meine Lebe-leichter-Teilnehmer im letzten Kurs.

Ich: „Klar.“

Aber eigentlich könntest du auch im Blog vom letzten August nachlesen, oder vom vorletzten. Es ändert sich hier nichts. Hier ist die Welt stehengeblieben. Die Abläufe sind die gleichen, das Wetter meistens auch, das Haus hat sich nicht verändert, wir sind nur alle ein bisschen älter geworden. Ich könnte sogar die Fotos vom letzten Jahr nehmen.

Besonders in diesem Jahr war, dass wir mit zwei Autos hier waren. Zwei unserer Söhne, einer davon mit Freundin kamen mit dem Auto per Fähre, die Süßmaus, mein Mann und ich mit dem Flieger. Die einen mit Sonnenaufgang, wir mit Licht an. Und diesmal muss ich sagen, war es doch schon ganz angenehm, 12 Stunden später von zu Hause loszufahren und drei Stunden früher anzukommen als die Jungs. 

Die ersten beiden Wochen vergingen wie im Flug, die Jungs und die Freundin konnten kaum glauben, dass der Urlaub schon vorbei ist, als sie sich auf den Rückweg machten. Eine Woche sind wir nun schon zu dritt, und es ist fast ein bisschen langweilig. „Wenn du dich langweilst, beginnt die Erholung.“, pflegt mein Mann zu sagen. Ich übe mich darin.

Wie jedes Jahr spielen wir Karten, essen, trinken, lesen, erzählen schauen DVDs, chillen auf dem Boot, am Strand und treffen uns hin und wieder mit Freunden. Wie jedes Jahr kommt und geht der 14. August, wie jedes Jahr planen wir hier eine Grundrenovierung, wie jedes Jahr schmeckt der Pecorino Käse und das Ciabatta Brot besser als das Gefühl schlank zu sein, und wie jedes Jahr mangelt es mir an Bewegung.

Also alles nichts Besonderes, lohnte sich kaum zum Schreiben oder zum Lesen.

Wollte nur mal eben Bescheid geben, dass hier alles im grünen Bereich ist.

hm

Mittwoch, 5. August 2015