Samstag, 6. Februar 2016

Manchmal, ganz oft ein bisschen Geduld

Hab's mir heute nach einer ausgiebigen Nordic-Walking-Tour mit meiner neuen "Lydia" auf dem Terrassenstuhl in der Sonne gemütlich gemacht.



Lese einen Artikel nach dem anderen und nicke kräftig mit dem Kopf, als ich die Zeilen lese: "Sie müssen nicht jede Email sofort beantworten, das hat auch mal ein bis zwei Tage Zeit."

Finde ich nämlich auch. Natürlich beantworte ich E-Mails sofort, wenn mein web.de gerade geöffnet ist UND ich die Zeit zum Antworten habe. Aber nur dann. Wenn ich online bin, oder das Smartphone raushole sehe ich eingehende Mails gar nicht. Die automatische Benachrichtigung, dass ich eine E-Mail erhalten habe ist bei mir ausgeschaltet. Das ist mir zu stressig, da würde es ständig blinken, piepsen und mich völlig aus der Konzentration bringen. Will ich nicht. Bei mir piept und blinkt nichts. Und auch wenn ich eine Email gelesen hab, nicht immer habe ich SOFORT Zeit sie zu beantworten.

Meine Absender müssen ganz oft manchmal ein bisschen Geduld aufbringen.

Aber ich antworte immer, füher oder später ;-)

hm




Heute nicht mehr

7.15 Uhr war es gestern morgen, als wir das Haus verließen. Jonathan, die Süßmaus und ich machten uns zusammen mit ein paar Freunden aus der Gemeinde auf den Weg zum Feldberg.





Zu Hause blieb einen ganzen Tag lang alles stehen und liegen. Weder Wäsche hab ich gewaschen, noch Emails beantwortet, Newsletter für meine Teilnehmer geschrieben, die Küche oder sonst irgendetwas aufgeräumt.

Abends, auf dem Weg nach Hause, freute sich jeder von uns auf süßes "Nichtstun".

"Außer ne Suppe, die koch ich uns noch schnell.", versprach ich. Kaufte mit Jonathan die Zutaten für eine Käse-Lauch-Suppe ein, ließ ihn mit der Süßmaus zusammen das Auto ausräumen und machte mich an die Arbeit.

Nachdem wir alle satt waren, wollte ich von meinem Stuhl gar nicht mehr aufstehen. So ein ganzer Tag auf der Skipiste, da bist du abends kaputt.

Ich: "Eigentlich könntet ihr die Küche aufräumen, ich hab heute zu nichts mehr Lust."

Jonathan: "Nö Mama, wir auch nicht."

Ich: "Aber ich hab schon gekocht."

Er: "Wir haben das Auto ausgeräumt."

Ich: "Aber ich bin ganz schön kaputt."

Sie: "Ja, und wir nicht, oder was?"

Ich: "Mhm."

Er: "Mama, weißt du was, du machst heute gar nichts mehr und entspannst mal schön.
Und wir, wir machen auch nichts. Morgen ist auch noch ein Tag, da kannst du aufräumen."

hm

Donnerstag, 4. Februar 2016

Reis nicht mehr weiß

Im Normalfall bin ich die Köchin im Haus. Ich entscheide, was auf den Tisch kommt, berücksichtige schon die Vorlieben und Abneigungen der Familie, aber ich entscheide.

Bin ich unterwegs, kocht der Papa.
Dann freuen sich die Kinder. Es gibt meistens Pommes, panierte Schnitzel und so nen Kram.

Ist der Papa unterwegs, freuen sich die Kinder auch.
Es gibt Nudeln mit Sahnesoße und Milchreis, das mag der Papa nicht.

Sitze Montagabend an meinem Essensplan für die Woche, während  Jonathan mit seinem Teller vor dem Sauerkraut und den Kartoffeln steht. Er schaut mich an und fragt: „Ist das gesund Mama?“

„Klar, megagesund.“

„Ok, ich möchte, dass du in der nächsten Zeit noch ein bisschen mehr darauf achtest, gesund zu kochen. Ich hab mit Joana gesprochen, auch sie will das ab Februar…….“

Ich ziehe die Augenbraue hoch und streiche Nudeln mit Sahnesoße und den Milchreis von meiner Liste.

Ok

So, und jetzt kommt der Knaller.

Während ich all die letzten Jahre auf meinen Mann und die Kinder Rücksicht genommen habe, Nudeln und Reis in weiß  gekocht habe, bringe ich diese Woche Naturreis und Vollkornnudeln auf den Tisch.

Meine Söhne und die Süßmaus waren sich einig: „Schmeckt viel besser als normale Nudeln, und auch der Reis ist leckerer. Und kannst du bitte wieder Vollkornbrot backen........."

Hä???

hm

200

Laute Musik dröhnt aus dem Zimmer der Süßmaus und ich frage mich, was sie da für eine coole CD hört. Kurz zuvor hat sie gefragt, ob sie ihren Rechner anmachen darf, um beim Aufräumen Musik zu hören.

„Einfach „Outbreakband“ bei Youtube eingeben, und dann kommt eine Playlist mit 200 Liedern."

Wie cool ist das denn?

Die meisten Lieder habe ich auf CD, aber falls du noch nicht so viele Lobpreis-CDs hast, kannst du die Playlist laufen lassen, mitsingen, beten, aufräumen, putzen, auf deinem Trampolin springen, den Hometrainer mal wieder benutzen, oder einfach nur sitzen und genießen.

200 Lieder lang.


Das Zimmer der Süßmaus ist fast aufgeräumt.

hm

Mittwoch, 3. Februar 2016

Zweimal Abschied

Zweimal Abschied nehmen hieß es am Montag für mich. Der Große absolviert für sechs Wochen ein Praktikum in Bremen, und mein Mann besucht für eine Woche seine alte Heimat.

Und weil der Große Jugendleiter und Lobpreisleiter in der Gemeinde ist, muss sich die Jugend und die Lobpreisband neu formieren.

Und weil der Pastor erst am Montag wieder kommt, bin ich Sonntag zum Predigen eingeteilt. Auf der Suche nach dem richtigen Anschauungsmaterial bin ich heute fündig geworden. Nun muss ich meine Gedanken nur noch sortieren, zu Papier bringen, ein bisschen Mut tanken und dann freu ich mich auf Sonntag.

Du denkst jetzt vielleicht: "Na, die predigt doch ständig auf irgendwelchen Veranstaltungen." Schätzchen es ist ein riesiger Unterschied, ob du irgendwo hinkommst, deine besten Gedanken teilst und wieder gehst, oder in deiner eigenen Gemeinde predigst, da wo deine Freunde zuhören, und auch die meisten deine besten Gedanken schon kennen.

Bei solchen Gelegenheiten bekomme ich immer wieder große Ehrfurcht vor unserem Pastor, der zufällig noch mein Mann ist. Wie kann einem denn jede Woche immer etwas Neues einfallen?

Geht nur, wenn Gott ins Herz spricht.

Sonntag erzähle ich dann mal, was Gott mir ins Herz gesprochen hat ;-)





hm

Dienstag, 2. Februar 2016

An die G.s dieser Welt

Unterhalte mich gestern mit G., die ich seit einer Weile nicht mehr gesehen habe. Sie schüttet mir ihr ganzes Herz aus und fängt fasst ein bisschen an zu weinen.

„Weißt du, ich schäme mich so. Ich hatte mit Lebe leichter so gut abgenommen, war so glücklich mit meiner Traumkleidergröße und dachte, dass ich niemals wieder zunehmen werde. Und doch hat sich ein Kilo nach dem anderen wieder auf meine Hüfte geschmuggelt. Und ich weiß ganz genau woran es lag. Hab mich einfach gehen lassen, und jeden Morgen gedacht, ab jetzt wird es anders. Und so hab ich mein Vorhaben von einem auf den anderen Tag geschoben und der Zeiger auf der Waage kletterte in die Höhe. Hab wieder mein Ausgangsgewicht und bin total frustriert.“


Und dann weint sie tatsächlich ein bisschen.

Ok, ich verrate dir was. G. gibt es nicht, die ist meinem Kopf entsprungen, quasi die Romanfigur in diesem Blogeintrag.

Aber Schätzchen, vielleicht bist du G.

An alle G.s dieser Welt: Kopf raus aus dem Sand. Weinen, ärgern, frustriert sein bringt nix.
Nimm es wie es ist, und mach das Beste draus.

JETZT

Warte nicht bis morgen. Was hast du gelernt?

Wenn du dich gehen lässt, dann geht nichts mehr.

Wenn du dich nicht bewegst, bewegt sich nichts. Höchstens der Zeiger auf der Waage nach oben.

Also, Kopf hoch, Schultern zurück, Schätzchen, G. oder wie auch immer du heißt. Du wirst wieder schlank. Du wirst wieder fit. Du wirst dich wieder wohl fühlen in deiner Haut.

Ich versprech‘s dir.

Was du dafür tun musst? Weißt du ja schon. Dreimal am Tag, einen Teller voll…….

Und: Beweg dich wieder!!!

Ich meins ja nur gut mit dir.

hm

Montag, 1. Februar 2016

Geht alles

„Ob das Essen reicht?“, war die Frage, die wir uns als Team am Samstag stellten, als immer mehr Anmeldungen auch noch nach der Anmeldefrist bei uns eintrudelten. Sicherlich ist das Essen eins der unwesentlichen Dinge an solch einem Abend, aber dennoch bedeutet für uns eine Einladung zu einem Vortrag auch immer noch viel Zeit für Gemeinschaft hinterher. Und das ist mit Essen und Trinken doch immer noch schöner als ohne.





Alles hat gereicht, der Abend war sehr gelungen, die Herzen bewegt, beim Vortrag, beim Lobpreis, beim Gebet, beim Essen und Trinken und der Gemeinschaft.

So einen Tag muss ich auch planen. War morgens schon zum Vortrag von Sandra Muth in der Baptistengemeinde zum Frühstück, mittags gab's zu Hause Brunch und abends Essen und Trinken in der Gemeinde.

Hier mein Plan:

Frühstück: 1 Teller beim Frauenfrühstück (und der Versuchung widerstehen ein zweites Mal an das Buffet zu gehen)

Mittag: 1 Brötchen, mit Käse und Wurst, 1 Ei, dazu ein paar Litschis

Abend: 1 Glas Suppe, mit Baguette, 1 Stück Quiche, Salat

Maxi: 2 Gläser Aperol

Geht alles Schätzchen.
   

hm