Freitag, 31. August 2018

Einmal lächeln bitte

Während unseres Urlaubs war ich so gut wie jeden Morgen an der Küstenstraße laufen. Jeden Tag kamen mir die unterschiedlichsten Leute entgegen. Jung und alt, dick und dünn, sportlich und gemütlich, männlich und weiblich, freundlich und verbissen. Eine Frau war mir ganz besonders aufgefallen. Während so gut wie alle an mir vorbeiliefen, ohne mich sonderlich zu beachten oder zu begrüßen (warum auch, man kennt sich ja auch nicht) stach eine Frau besonders hervor. Jedesmal, wenn ich an ihr vorbeilief, setzte sie ein mega freundliches Lächeln auf und nickte mir grüßend zu. So, als kenne sie mich. Wir kennen uns nicht, aber automatisch grüßte ich lächelnd zurück. Das geschah nur bei ihr. 

Sie blieb mir als attraktive Frau angenehm in Erinnerung. Ich kann mich nicht mehr an ihre Figur erinnern, ihre Größe, ihre Kleidung, nicht daran, ob ihre Zähne gerade standen oder ihre Proportionen wohlgeformt waren. Aber an ihre Freundlichkeit, an das Lächeln, daran erinnere ich mich noch. 

Lächeln ist die kostengünstigste Möglichkeit dein Aussehen zu verbessern.


hm

Mittwoch, 29. August 2018

Meine Lieblingsapp

Ich bin ein Listen- und Planermensch. Ich liebe Kalender, Notizbücher und Checklisten. Hab ich die nicht, funktioniert meine Welt nicht. Weil ich zu vergesslich bin. Nun besteht die große Kunst darin, auch auf die Einträge zu achten. Eingetragene Termine nützen mir nämlich gar nichts, wenn ich nicht in den Kalender schaue.  Und das passiert mir leider hin und wieder. 

Und manche To dos will ich nicht einmal im Kalender stehen haben, weil der dann völlig überfüllt ist und ich den Überblick verliere. Also hab ich schon die ein oder andere Strategie ausprobiert, die mir hilft, mich an Aufgaben zu erinnern. 

Seit eine paar Wochen benutze ich eine App von Apple. Da ich Macbook, iPhone UND Apple-Watch benutze, und mir meine Freundin vor einer Weile erklärt hat, dass ich die Termine auch mit Erinnerungsfunktion eingeben kann ist meine Welt noch ein bisschen mehr geordnet. Dort trage ich nämlich jetzt sogar ein, wann ich einen Vorsorgetermin vereinbaren, wem ich was mitbringen will und wann die nächste U-Steuervoranmeldung fällig ist. Und solange da kein Haken dran gesetzt ist, nervt mich die App, bis die Aufgabe erledigt ist. 





hm

Dienstag, 28. August 2018

Schönbuch

Etwas erstaunt war ich, als der Postbote das große Paket am Samstag vom Verlag brachte. Ich hatte nichts bestellt.

Und dann staunte ich nicht schlecht, als ich unser Body-Spirit-Soul-konkret Praxisbuch in den Händen hielt. 



So schön, wie ich es mir vorgestellt hatte. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, ist doch der Erscheinungstermin erst am nächsten Montag. Scheint unser Autorenbonus zu sein. Während ich fasziniert die Seiten durchblättere, ergreift mich mal wieder so eine Riesenfreude. Wie wunderschön die Grafikerin unser Manuskript zu Papier gebracht hat. Einfach ein Schönbuch. Aber neben äußerlich schön sind auch die Inhalte mit Wertschätzung, Aufforderung, Nachdenklichem, Ermutigung, Mut, Freude, Praktischem, Theoretischem und vielen klugen Sprüchen gespickt.






Das Buch zum Kurs eben. Mein neuer Body Spirit Soul Kurs startet am 2. Oktober um 18:30 Uhr. 10 freie Plätze habe ich.

85 Multiplikatorinnen gibt es zwischenzeitlich schon in Deutschland, der Schweiz und Österreich, um die 30 Anmeldungen haben wir für das Seminar am 24. November. Vielleicht willst du mit dabei sein. Dann kannst du dich gerne noch anmelden. Vielleicht möchtest du das Buch auch erst einmal alleine durcharbeiten. Geht natürlich auch, wobei es im Kurs natürlich noch schöner ist.

Aber falls du es nicht erwarten kannst, deine Nase reinzustecken und die Zeilen in deinem Herz wirken zu lassen, dann kannst du Body Spirit Soul konkret - Das Praxisbuch AB SOFORT bei uns bestellen.


Body, Spirit, Soul konkret: Das Praxisbuch Taschenbuch – 3. September 2018

16,99 €

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: SCM Hänssler (3. September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3775158855
  • ISBN-13: 978-3775158855

Am Besten direkt bei unserer Mitarbeiterin: carmen.schank@web.de

Dann hast du es garantiert vor allen anderen.


hm

Freitag, 24. August 2018

At home

Nach vier Wochen Sardinien, Meer, Sonne, Chillen und Zeit freue ich mich schon auch immer wieder auf zu Hause. Und frage mich dabei jedes Jahr, wie es sein wird, wenn mein Mann in Rente geht, und wir den ganzen Sommer auf der Insel verbringen werden. Könnte sein, dass mir die Zeit fast zu lang wird. Allerdings sieht der Plan so aus, dass uns hier die Kinder und unsere Freunde besuchen können. Weil wir das Haus nicht nur für uns alleine beanspruchen. Und mit dieser Option sind drei Monate Sardinien dann doch auch wieder cool. Aber bis dahin sind es noch ein paar wenige Jahre und bis dahin, soll das Haus fertig saniert sein.

Dieses Jahr hatten wir noch ziemliche Baustelle im Haus, aber so langsam nimmt das Ganze Formen an. Wobei ich mal gleich sagen muss, dass ICH nicht wirklich viel hier gemacht habe. Der Handwerker ist definitiv mein Mann.


Vor einem Jahr musste ich im Flur notdürftig kochen, weil die neue Küche noch nicht eingebaut war. 




Dieses Jahr haben wir neue Stromleitungen im ganzen Haus, der feuchte Putz und die Holzverkleidung ist von den Wänden runter, neuer Putz drauf, bis auf ein Zimmer ist alles neu gestrichen. Eine neue Eingangstür ist eingebaut, ein Bogen im Flur mit einer neuen Marmorstufe. 






Im Garten ist die Treppe zur geplanten Dachterrasse gebaut und das letzte neue Fenster wurde eingesetzt. In der letzten Woche haben wir noch reichlich Müll entsorgt und dabei Hilfe von unserer Freunden aus Bremen gehabt, die die letzten fünf Tage mit uns verbracht haben. 

Freundschafts-Prime-Time. Mit guten Freunden kannst du nämlich chillen, reden, lachen, weinen, feiern, essen, trinken und arbeiten. Oder einfach nur zusammen sitzen, auch bei fünf Tagen bescheidenem Wetter.


hm

Mittwoch, 1. August 2018

Blick aufs Meer

Jeden Morgen gegen 8:00 Uhr, während alle anderen im Haus noch schlummern, fahre ich mit dem Auto runter an den Strand und gehe eine Runde Joggen. 38 Minuten, dann ein bisschen Streching, einmal auf dem Handy Mails angeschaut, weil unten am Meer das beste Netz ist, bisschen aufs Meer schauen, dann gehts wieder hoch ins Haus und ich hab Zeit für meine Power Hour und Reflexion.

Heute kam mir DIE Idee.

Ab morgen nehme ich mir meinen Strandstuhl, meine Bibel, Stifte und mein Tagebuch mit, setzte mich nach dem Joggen auf die Klippen mit Blick zum Meer und mach die Power Hour und Reflexion direkt am Wasser.  


hm

Dienstag, 31. Juli 2018

Leinen los

Kerstin hatte mich vor ein paar Wochen angeschrieben, sie sei in der Nähe, und wollte mich gerne mal kennenlernen. Ich kann mich an eine kurze Begegnung mit ihr auf einer Konferenz vor mehr als 10 Jahren erinnern, ein Treffen wäre echt schön. Leider musste ich absagen, da ich an diesem Wochenende nicht zu Hause war. Auch an den nächsten beiden Malen, an denen sie in meiner Nähe ist, bin ich unterwegs. Wie schade. Aber sicherlich wird es in der nächsten Zeit mal ein Treffen geben, wer weiß, vielleicht bin ich ja mal in Berlin.

Kerstin, dann komme ich dich auf deinem Schiff besuchen.

Ihr Buch „Das gute Leben“ liegt schon eine Weile auf meiner Leseliste, aber vor lauter selber schreiben, kam ich kaum zum Lesen. Hab immer mal wieder durchgeblättert, und fand viele ihrer Ideen richtig gut. Klar sind Beate und ich in diesem Thema auch unterwegs, aber was mir gut gefallen hat, sind ihre Aufforderungen zur Tat und ihre Tipps zum Weiterdenken:

Nur so ‚ne Frage
Nur so ‚ne Idee
Musiktipp
Filmtipp

Kurz bevor wir letzte Woche zum Flughafen fuhren, kam dann ihr neustes Buch. Ich hatte es mir direkt bei ihr als Urlaubslektüre bestellt. Natürlich mit dem Vorsatz, dir hier im Blog darüber zu berichten.

Dass Kerstin sich vor ein paar Jahren ein Schiff kaufte um es zu einem Hausboot umzubauen, das wusste ich. Wer Kerstin als Facebook-Freund hat, der kam um die Geschichte nicht drum herum. Jetzt schreibt sie in ihrem Buch die Einzelheiten. Und das hat mich so richtig begeistert. Ich liebe wahre Geschichten, die mit Höhen und Tiefen verbunden sind, wo Gottes Handschrift immer wieder erkennbar ist, und die nicht nur nette Unterhaltung bieten sondern zwischen den Zeilen auch gute Inputs geben. Und natürlich ein Happy End haben.

„Leinen los - Wie ich mitten in Berlin ein Hausboot baute, um meinen Traum zu leben.“ ist so ein Buch.

Einen Tag hab ich gebraucht, dann war ich durch. Genauso wie Beate, die Kerstins Buch schon vor mir gelesen hatte, hab ich eine ganze Reihe von Lieblingssätzen grün unterstrichen. Sätze, die mich selber berührt, motiviert oder zum Nachdenken gebracht haben. Und genau das ist Kerstins Ansatz. Sie liebt es, wenn Menschen durch ihre Arbeit ins Handeln kommen. 

Liebe Kerstin, ist dir gelungen.

Hier ein paar „meiner“ Sätze:

„Ein starkes Happy End bewegt nicht nur, weil es am Ende gut ausgeht, sondern auch, weil die Hauptpersonen auf dem Weg dorthin verwandelt wurden. Hätten sie sich dem Veränderungsprozess widersetzt, wäre es meistens nicht zum Happy End gekommen.“

„Wenn man Salz und Zucker mischt, wird beides unappetitlich. Schmerzhaftes mildern, indem man krampfhaft versucht, Schönes beizumischen, ist emotional genauso widerwärtig. Schmerzhaftes darf als solches wahrgenommen und mit Trauer, Trost und praktischen Maßnahmen bewältigt werden. Und Schönes darf bejubelt und gefeiert werden. Manchmal beides nebeneinander - nur eben nicht vermischt.„

„So ärgerlich Fehler sind, ich übe mich darin, mich deswegen nicht anzuklagen. Fehler macht man, weil man es nun mal nicht besser weiß. Wer nichts tut, macht noch mehr falsch."

„Gelegenheiten muss man mutig ergreifen, wenn sie sich bieten. Im Nachhinein sind wir alle Genies und wissen: Das hätte ich machen sollen. Die Kunst ist es, etwas genau dann zu tun, wenn es dran ist. Träume und Risiken abwägen. Dann mutig entscheiden."

Und da war da noch Helge, einer der Bootsbauern, der am Ende Cello spielte. Aber das kannst du gerne selber lesen.



  • ISBN: 978-3-86270-974-8 (bene!: 978-3-96340-028-5)
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Verlag: Bene! 
  • Format: Klappenbroschur, ca. 192 Seiten mit zahlreichen farbigen Fotos, Format 13,5 cm x 21 cm
  • Serie: Nein
  • Mehr über den Autor: Kerstin Hack


hm

Montag, 30. Juli 2018

(K)ein Grund zum Heulen

Viermal sind mir innerhalb von einer Woche die Tränen in die Augen geschossen.

1. Letzten Sonntag verabschiedete sich H. von der Gemeinde. Nein, so traurig war das nicht. Wir wussten, dass sie nur für eine Weile bleibt. Vor einem Jahr lernten wir sie kennen. Nachdem sie in Australien bei Hillsong in der Ausbildung war, eine Zeit in Paris arbeitete und dann Lehramt studierte, nahm sie für ein Jahr eine Stelle als Lehrerin in unserer Nähe an. Gleich mit der Option, nach diesem Jahr nach Freiburg zu ihren Eltern zu ziehen. Sie hat uns in einigen Dingen inspiriert, Kontakte geschaffen, am Klavier im Lobpreis unterstützt und war mitten drin in unserer Gemeinschaft. Jetzt stand sie da oben und dankte der Gemeinde, für dieses Jahr, und dass wir sie so herzlich aufgenommen haben. Das alles ist nun wirklich kein Grund zum Heulen, aber plötzlich setzte sie an und erzählte, was sie wirklich bewegt: „Ihr seid eine wunderbare Gemeinde, die eine Kultur der Liebe, Wertschätzung und Ehre lebt. Ihr organisiert die tollsten Events, der Ladiesday war der Hammer, und ich bin auf jeden Fall das nächste Mal wieder dabei. Auch die Geburtstagsfeier letzten Freitag war einfach mega. Das habt ihr so drauf. Aber das, was mich am meisten hier beeindruckt hat, das ist euer Pastorenehepaar. Vlado und Heike, ich habe euch kennengelernt und ihr seid es, die dieser Gemeinde ihre Richtung geben. Ich habe nur einen Bruchteil dessen erfahren, was ihr im Leben erfahren habt. Aber das, was euch und diese Gemeinde ausmacht, ist, dass ihr immer die richtige Wahl getroffen habt. In jeder schwierigen Situation habt ihr euch nicht gebeugt, habt ihr nicht aufgegeben, sondern die Wahl getroffen weiterzumachen. Das hat mich tief beeindruckt.“ Also jetzt mal ehrlich, da hättest du auch geheult, oder?

2. Meine große Hoffnung hier im Urlaub war, dass ich gesund werde. Du weißt das natürlich nicht, aber ich bin nach der Blasen/Nierenentzündung im Juni nicht wirklich gesund geworden. Seit genau zwei Monaten schleppe ich diese Entzündung jetzt mit mir rum, habe kurz vor dem Urlaub das 5. Antibiotika bekommen. Jedesmal wenn die Antibiotikabehandlung abgeschlossen ist, kommen die Schmerzen wieder. Ich hab alles an pflanzlichen Mitteln ausprobiert, von Cranberries über D-Mannose, Milchsäurebakterien, Schachtelhalmtee bis zu Angozin. Nichts half. Große Hoffnung für den Urlaub: Hier wird es bisschen ruhiger, hier werde ich gesund. Einen großen Beutel an pflanzlicher Prophylaxe hatte ich im Gepäck, verzichte auf entzündungsfördernde Lebensmittel wie Weizen, Schwein und Zucker und trinke abends Tee statt Aperol. Und es sah tatsächlich gar nicht so schlecht aus. Bis die Schmerzen vorletzte Nacht wiederkamen. Da hab ich jetzt nicht so ganz geheult, aber ein bisschen verzweifelt war ich schon. Zumal ich alles dafür tue um vorzubeugen. 

3. Ich hab ein Notfallantibiotika vom Arzt bekommen, wäre also kein Grund zum Arzt oder zum Krankenhaus zu fahren. Aber die Süßmaus macht seit einer Woche mit einer Mandelentzündung rum. Alle Halsschmerztabletten, Kamillentee, Zwiebelmilch mit Honig zeigen keine Wirkung, seit ein paar Tagen dränge ich sie, dass wir zum Arzt gehen. Gestern dann von ihr das ok. Nur hat sonntags hier kein Arzt offen. Also ging es ins Krankenhaus. Und da war sie dann plötzlich, die Erinnerung. Hier wurde uns gesagt, dass es unser Sohn nicht geschafft hat. "Il morto." An diese Worte erinnere ich mich. Seit 18 Jahren waren wir nicht mehr dort. Wir haben immer einen großen Bogen um dieses Gebäude gemacht. Genauso wie um den Strand, an dem Julian verunglückt ist. Ich musste kurz den Raum wechseln, mich bisschen erinnern, ein paar Tränen aus den Augen wischen, dann ging es wieder. Und wo wir schob mal da waren, hab ich vom Arzt auch gleich noch ein Antibiotika aufgeschrieben bekommen.

4. Eine Träne lief mir übers Gesicht, als Helge anfing Cello zu spielen. Steht im neusten Buch von Kerstin Hack, das ich an einem Tag durchgelesen hatte……..dazu schreibe ich aber noch ausführlicher. 

Sonst genieße ich den Urlaub. Die Sonne, das Meer, die Luft, unser Haus, die Mädchen, meinen Mann, bisschen Sport, das sardische Essen, das Nichtstun und die Reflexion - wie jedes Jahr. Kein Grund zum Heulen.



hm