Mittwoch, 9. Oktober 2013

Vollkornnudeln



Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich sehr extrem auf dem Vollwerttrip. Die Jungs waren noch kleiner, Joana noch nicht geboren. Was hab ich da herumexperimentiert, ganz zum Entsetzen meiner Familie. Hatte fast eine Ehekrise deswegen, habe mich für die Ehe entschieden und seither Kompromisse gefunden. 

In der Vorbereitung der Lebe- leichter- Treffen in dieser Woche habe ich dann doch mal wieder das Vollkornbrot selber gebacken, gestern noch schnell zwei Bleche Vollkornknäckebrot fabriziert und in einem Anfall von wiederkehrendem Gesundheitsbewusstsein nicht nur die Flocken gequetscht sondern es tatsächlich auch gewagt, ein vegetarisches Essen mit Vollkorndinkelnudeln auf den Tisch zu bringen. Blöderweise ist mir das Rezept etwas misslungen, aber alle aßen ohne mit der Wimper zu zucken anstandslos alles auf. Sie haben gar nicht gemerkt, dass es Vollkornnudeln waren.

Gestern dann gab es Nudeln mit Bolognesesoße, mit frischen Tomaten. Hatte noch ein paar Vollkornnudeln im Schrank und entschloss mich diese für mich extra zu kochen.

Sitze mit den Kindern am Tisch, ich vor meinen Vollkornbandnudeln, der Rest vor Barilla-Hörnchen. 

Schaut Joana auf meinen Teller: „ Mama, sind das etwas Vollkornnudeln?“

Ich: „Ja, aber nur für mich, ihr habt normale.“

Sie: „Oh schade, die mag ich so gerne.“

Ich etwas ungläubig: „Hä?“

Sie: „Ja, die sind total lecker, und gesünder sind sie auch Mama!!!“

Mir fällt nix mehr ein.

Steven: „Ich mag auch Vollkornnudeln total gerne.“

Ja, und jetzt hättest du mein Gesicht mal sehen sollen….

…..schaue Manuel an, von dem ich 100% weiß, dass er nie Vollkornnudeln mochte.

Er: „Mich brauchst du nicht fragen, ich bin aus dem Alter raus über das Essen zu meckern. Ich esse alles was du kochst.“

Selten, wirklich selten bin ich sprachlos, aber dazu fiel mir nix mehr ein.

Die Frage, die ich mir allerdings die ganze Zeit schon stelle: "Woher wissen die beiden, wie Vollkornnudeln schmecken?"
 

hm

Zitronenwasser



Dass Beate und ich heißes Wasser trinken wissen unsere Teilnehmer. Mache mir jeden Morgen den Wasserkocher an und trinke ihn während des Vormittags leer. Tee trinke ich ab und zu, Kaffee mindestens vier Tassen am Tag, und Mineralwasser sowieso mindestens zwei Liter. 

Für die heißen Getränke habe ich meine Lieblingstassen:




















 Die beiden linken für heißes Wasser, die beiden rechten für Kaffe, und die in der Mitte für Tee.


Und hier mal ein heißer Tipp für dich:

Heißes Zitronenwasser

½ Biozitrone in Stücke schneiden
Mit kochendem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen, Zitronenscheiben entfernen (die kannst du dann noch für Geschirrspülmittel nehmen)

Das schmeckt so lecker, zitronig, nicht zu süß, angenehmer als Tee und sehr viel leckerer als Wasser.

hm

Gehüpft vor Freude



Der Postbote grinste mich an, als ich neben seinem gelben Auto auf dem Weg nach Hause anhielt.
„Bin ich froh, dass ich sie hier noch treffe.“, freue ich mich.

„Ich wäre auch nochmal bei ihnen vorbeigekommen.“, versicherte er mir. So ist er. Er weiß, dass ich dienstags arbeite und meistens erst kurz vor 13.00 Uhr zu Hause bin.

Ich hüpfe fast vor Vorfreude als er mir das Paket überreicht. 

Darauf hab ich jetzt fast eine Woche gewartet, schon vor ein paar Wochen mit geliebäugelt und sie mir jetzt einfach mal geschenkt.

Einfach so, ohne Grund.

Na, und dann hättest du mich mal sehen sollen. Zu Hause angekommen hab ich ALLES fallen lassen, das Paket aufgerissen (vorher noch schnell für dich ein Foto gemacht)



























Dieses süße kleine Ding aufgestellt, festgeschraubt (noch schnell ein Foto gemacht)




























Dann festgestellt, dass ich den Nackthafer in meiner Lebe-leichter-Gruppe morgens als Anschauungsmaterial gelassen habe.

Fiebernd in meinem Schrank nach etwas Körnigem gesucht, Dinkel gefunden und durch die Quetsche gedreht. Obst geschnitten, Milch dazu, und so schnell aufgegessen, dass ich nicht mal Zeit hatte, noch ein Foto vom Müsli zu machen.

Ich freu mich so, jeden Morgen, frisches, naturbelassenes, gequetschtes Korn. Ein langersehnter Wunsch, mir jetzt so einfach mal erfüllt.

Selbst die Kinder und mein Mann sind ganz beeindruckt, was das Teil kann. In Handumdrehen Körner zu Flocken herstellen. 

Nur Jonathan ist nicht beeindruckt. „Haben wir im Betrieb auch.“
Ich: „Wie jetzt?“
Er: „Nur größer, und elektrisch. Steht bei uns am Frühstücksbuffet, da können sich die Gäste morgens frisches Müsli zubereiten.“
Ich: „Wieso erzählst du mir das denn nicht, dann hätte ich mir die Quetsche gar nicht kaufen müssen, dann hättest du mir jeden Tag vom Betrieb Müsli mitbringen können.“
Er: „Na wie blöd kommt das denn?“

Hat er auch wieder Recht und ich schaue liebevoll auf mein Gesundheitswunder und freu mich.


hm

Montag, 7. Oktober 2013

Eiweißbrot macht fett

Meine Teilnehmer wissen das längst, dennoch interessant, dass das jetzt auch öffentlich die Runde macht:


Eiweißbrot macht fett / Cholesterin-Margarine kann krank machen /
"Men's Health" warnt vor Lebensmitteln mit vermeintlich gesunden
Zusätzen

   Hamburg (ots) - Eiweißbrot liegt wegen seines hohen
Protein-Gehalts gerade voll im Trend. Aber wer glaubt, das Brot helfe
beim Abnehmen, der irrt gewaltig. Das Protein-Gebäck enthalte zehnmal
mehr Fett als herkömmliches Brot, warnt das Männer-Lifestylemagazin
"Men's Health" (Ausgabe 11/2013, EVT 09.10.13). Pro Scheibe bringt
das Eiweißbrot damit etwa 20 Kalorien mehr auf den Teller. Ursache
sind hoch fetthaltige Protein-Zusätze wie Weizeneiweiß, besser
bekannt als Gluten, Sojaeiweiß, Sojaschrot, Lupinenmehl, Molkenpulver
sowie ölhaltige Saaten, Körner und Nüsse. Zum Abnehmen sei diese
Kalorienbombe" daher nicht geeignet, betont "Men's Health" und räumt
gleichzeitig auch mit anderen modernen Irrtümern über Lebensmittel
und Getränke mit vermeintlich gesunden Zusätzen auf.

Quelle: Men's Health 7.10.13

Dazu kommt noch: Das Brot ist sehr weich, nach ein bis zwei Scheiben bist du einfach noch nicht wirklich satt, denkst: "Ach, ist ja NUR Eiweiß", und isst noch mehr, zu viel, und wunderst dich, warum du nicht abnimmst.

Unser Rat: 

Einen Teller voll am Abend mit einem Drittel Gemüse drauf begrenzt den Kohlenhydratanteil sowieso, also sind das dann auch nicht zu viele Kalorien. Ich frage mich sowieso, wie Menschen vor dem Eiweißhype abgenommen haben.........

......und frage mich, wie die Spätfolgen einer so hohen Eiweißzufuhr in ein paar Jahren aussehen wird.

hm 

Samstag, 5. Oktober 2013

Messe

Vorgeführt sieht alles immer spielend einfach und lebensnotwendig aus. Da jonglieren junge Männer mit Papayas und Mangos und zaubern im Handumdrehen mit ihrer superschnellen Saftpresse eine Vitaminbombe, ohne die die Menschheit kaum noch überleben kann, da saugen ältere Herren die Teppichböden porentief rein, so dass der ganze Boden antibakteriell wird, aufdringliche Damen reißen einem die Brille von der Nase um diese mit ihrem unverzichtbaren Lotuseffektspray zu benetzen, bayrische Landfrauen lassen einen von ihrem jungen und alten Bergkäse kosten in Erwartung, dass man mindest ein kleines Stückchen kaufen möge, man bekommt köstlichen Sekt zum Probieren, in Schmand eingerührte Würzmittel, bei dem ich wetten könnte, dass es sich um Mayonnaise handelt, Fensterreiniger versprechen streifenfreien Glanz, Putzsteine vermögen fast von alleine die Reinigung im Haus zu übernehmen und Multireiben verarbeiten die Rohkost in Sekundenschnelle.

Oberrheinmesse in Offenburg, die Süßmaus und ich mittendrin. Wir lieben es, und schleppen allerlei Zeugs mit nach Hause, von dem wir bei der Messe annahmen, wir bräuchten das unbedingt. Spätestens zu Hause angekommen weißt du, dass du nichts davon brauchst.

Immerhin haben wir die Wirtschaft mal wieder ein klein wenig angekurbelt, und unsere Fenster werden demnächst spielend von der Süßmaus geputzt, mit dem neuen Gerät dazu, allerdings nur einmal jährlich, weil dafür das Lotusspray sorgt........,die Heizungen werden ab sofort auch immer sauber, die Süßmaus hat jetzt immer einen warmen Hals in drei verschiedenen Farben, und noch so allerelei, der Papa scharfes Gewürz, nur warum ich mir die Gartenschere hab aufschwatzen lassen, verstehe ich bis jetzt nicht.

hm

Oktobergrüße aus Stuttgart












hm

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Auf dem Weg



Erst letzte Woche bin ich diese Strecke gefahren, heute machen wir uns wieder auf den Weg. Diesmal nicht nach Würzburg zum Auffrischungstag, sondern nach Stuttgart auf's Oktoberfest.

Letzten Freitag hatte ich gar nicht vor auf die A8 zu fahren, eigentlich wollte ich die Strecke Heidelberg - Heilbronn - Würzburg nehmen.

Mein Navi zeigte mir die Strecke an und ich wusste, ich werde gut 2 ½ Stunden brauchen. Kurz vor Karlsruhe hörte ich dann im Verkehrsfunk, dass auf der A 5 ein Stau sei, und Richtung Heilbronn auf der Autobahn zwei tote Tiere liegen. 

Nach Würzburg kommt man ja auch über die A8 und dann ab Leonberg auf die A81, also wartete ich die Verkehrsnachrichten ab, ob dort frei ist. Nichts, keine Ansage, scheinbar schien das die bessere Strecke zu sein.

Warum auch immer, aber ich stand schon in der Auffahrt zur A8 im Stau. Den hatten sie einfach vergessen anzusagen. Waren ja auch nur 25 km, kann man ja mal vergessen. Ich war ziemlich genervt. Dass sich dann noch zwei Unfälle auf der A 81 ereigneten, durch die ich wieder zweimal in einen Stau kam machte die Sache nicht besser. Kurz vor Würzburg sollte dann die Autobahn gesperrt sein, 12 km Umleitung – nichts ging mehr.

Spätestens in dem Moment, in dem ich am ersten Unfall vorbeifuhr, war ich dankbar, dass ICH nur im Stau stand, und nicht in einen Unfall verwickelt war.
Irgendwann bin ich angekommen, nach 5 Stunden.

So ist es mit unserer Abnahme auch manchmal. Ab und zu nehmen wir einen falschen Weg, manchmal geht nichts mehr, ein anderes Mal nehmen wir einen Umweg, haben eine Panne, müssen an die Raststätte oder verfahren uns gründlich.
Aber weißt du was die gute Nachricht ist: Ankommen tun wir alle – früher oder später.
Nämlich genau dann, wenn wir wissen, wo wir hinwollen. Stell dir dein persönliches Navi ein. Wo willst du hin? Was willst du erreichen? Lass dir nicht von falschen Beratern einflüstern, du schaffst es nicht, oder du sollst einen anderen Weg nehmen. Und dann gib Gas.
Der eine ist früher am Ziel, der andere braucht ein wenig länger. Manche haben nur kurze Strecken vor sich, bei manchen sind es viele Kilometer. Vergiss die Pausen nicht, die Etappenziele, kleine Oasen, in denen du dich belohnst. Dann ist die große Strecke nicht mehr so schlimm.

Ich schmeiß mich gleich in mein Dirndl, hübsche mich auf, und dann geht's los. Und ich verspreche dir, es wird Fotos geben.

Sonntag gehts dann mit dem Feiern gleich weiter. Wir veranstalten einen Erntedank-Oktoberfest-Familiengottesdienst. Mein Mann predigt in Lederhosen, ich moderiere im Dirndl und nach dem Gottesdienst gibt es Weißwurscht mit süßem Senf und Brezel.

Da lad ich dich doch gleich mal ein.

hm