Dienstag, 7. April 2015

Das können wir tun



Einkaufen am Samstag war echt der Horror. Ich musste in fünf Geschäfte, alle brechend voll, die Regale leergeräumt. Man könnte meinen, morgen ginge die Welt unter. Der Dauerregen trug jetzt nicht wirklich dazu bei, dass mir der Einkauf mehr Spaß machte.
Stand in einem Discounter an der Kasse, die Verkäuferin nannte mir den Endbetrag und ich musste etwas schlucken.

133,-- €

Für einen Wochenendeinkauf. Ok, sicherlich reichen die Wurst und der Käse auch noch für die Woche, das Fleisch, Obst und Gemüse nicht. Rechne ich die Beträge der anderen beiden Geschäfte noch dazu, bin ich bei etwas über 150,-- €. Mir schießt der Gedanke durch den Kopf:

„Davon könnten in Angola drei Kinder ein ganzes Jahr lang ernährt werden.“

Natürlich können wir so nicht immer rechnen, aber hin und wieder mal diesen Gedanken haben, und überlegen, was können wir tun?

Das Thema hatten wir auch am Donnerstag beim Lebe-leichter-Abschluss.

Und es kam die Frage auf: „Was können wir schon tun?“

Also tun wir lieber nichts.

Und da kam M. ins Spiel. Sie ist Künstlerin und brachte eins ihrer Bilder mit. „Ich würde das gerne spenden. Wir machen eine amerikanische  Versteigerung. Fünf Minuten läuft die Uhr, und jeder kann etwas in die Schale schmeißen. Das Bild bekommt, wer vor Ablauf der Zeit das letzte Geld in den Topf geschmissen hat. Und das Geld ist für deine Kinder."

Was für eine schöne Idee.

A. hat das Bild gewonnen.



100,-- € sind zusammengekommen. Essen für 2 Kinder, ein Jahr lang. Für unsere Kinder.




Den Betrag werde ich zusammen mit dem Erlös aus der Lebe-leichter-Spendenbox nächste Woche an JAM überweisen.

Und sage DANKE, für jeden, der etwas gegeben hat.

DAS können wir tun.

Weitere Infos findest du HIER

hm

Montag, 6. April 2015

Osterkörbchen und Adventskalender



Jonathan am Samstag: „Mama, ich will morgen Osterkörbchen suchen. Und versteck sie diesmal ein bisschen besser, damit wir sie nicht gleich finden.“

Ich: „Echt, ihr wollt immer noch suchen?“

Jonathan: „Solange ich in diesem Haus lebe, möchte ich Osterkörbchen suchen und einen Adventskalender geschenkt bekommen.“

Klare Ansage.







Und solltest du dich das mal gefragt haben:

Ich frage meine Kinder IMMER erst, ob ich etwas von ihnen im Blog veröffentlichen darf :-)

hm

Fürsorglich



Die beiden Großen müssen sonntags, wenn sie mit Lobpreis dran sind immer sehr viel früher zur Gemeinde fahren als der Rest der Familie. Meistens schlafe ich noch, wenn die beiden schon weg sind.

Nur letzte Woche, da war ich schon wach. Und hab gesehen, dass Manuel in der Küche Brote richtet, und sie mit in die Gemeinde nimmt. Zum Frühstücken bleibt den beiden sonntags zu Hause nämlich kaum Zeit. Ich hab mich gewundert, weil der Große sich selten Frühstück macht, meist ist er spät dran.

Ich: Das finde ich ja jetzt mal toll, dass du dir Frühstück mitnimmst.

Er: Ja, das ist für Jonathan und mich.

Ich: Echt, auch für Jonathan? Na das finde ich noch besser. Ist ja nett von dir.

Er: Mama, ist das erste Mal, dass ich uns Frühstück richte. Normalerweise macht Joni das für uns jeden Sonntag, wenn wir mit Lobpreis dran sind. Und heute wollte ich das einfach mal für ihn machen.

Hab ich noch nie mitbekommen, weil ich meistens noch schlafe, wenn die beiden aus dem Haus müssen. Aber bin natürlich hin und weg von der gegenseitigen Fürsorge.

Und als Jonathan gestern wieder Brötchen belegte, da musste ich doch mal eben ein Foto machen.





Auf die Frage, wo denn das Obst oder Gemüse sei,  gab er zur Antwort:

„Im Frischkäse ist Bärlauch.“


hm

Keine Worte



Es ist nicht möglich, und daher versuche ich es auch gar nicht erst. Die beiden Veranstaltungen am Karfreitag und am Ostersonntag sind nicht in Worte zu fassen, also lass ich es. Es würde nur ein Hauch dessen vermitteln, was wirklich gewesen ist. 

hm

Sonntag, 5. April 2015

Offener Brief an meine Freundin

Liebe Karin,

erst vor ein paar Tagen hab ich an das Datum gedacht. 


Und da wurde mir bewusst, dass es genau 30 Jahre her ist. 

Mein Geburtstag sozusagen.

Ich weiß, dass du immer sagst, du hättest ja gar nichts gemacht. Und dass ich nicht so einen Wind um dich machen soll.

Aber würde es dich nicht geben, dann hätte ich die wichtigste Entscheidung meines Lebens vor 30 Jahren vielleicht niemals getroffen. Hättest du mich nicht eingeladen, hättest du mir nicht von Jesus erzählt, hätten deine Eltern mich nicht Sonntag für Sonntag abgeholt, wer weiß wie mein Leben verlaufen wäre?

Du sagst immer, dann hätte mich jemand anders zum Glauben geführt. Das weißt du nicht. Vielleicht warst genau du es, die Gott ausgesucht hat.

Vielleicht hätte ich auf niemand anders reagiert?

Mein Leben wäre so viel anders verlaufen. Ich hätte meinen Mann nicht kennengelernt, diese Kinder nicht bekommen, diesen Beruf nicht gewählt, diese Freunde nicht gehabt, und auch nicht diese Gemeinde.  Ich hätte mein Leben gelebt, klar, aber anders. Mit anderen Prioritäten, sehr viel oberflächlicher und ignoranter. 

Dreißig Jahre ist es heute her, dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Nie habe ich sie bereut.

Wenn ich Glück habe, dann lebe ich noch dreißig weitere Jahre, und wenn dann das Ende hier kommt, und das kommt sicher, dann bist du diejenige, die mir das Leben für die Ewigkeit gerettet hat.




DANKE




Deine Freundin Heike

Samstag, 4. April 2015

10 Days Production



Dass es gut wird hatte ich erwartet. 

Aber was unsere Jugend da innerhalb von 10 Tagen auf die Beine gestellt hat, übertraf wohl die Erwartungen von uns allen. Wessen Herz bei diesem Anspiel unberührt blieb, der muss wohl eins aus Stein haben. 










Aber wie vermutet war wirklich jeder tief bewegt. 

Die Fortsetzung folgt am Sonntag, und das ist bitter nötig, denn würde die Geschichte Karfreitag enden, dann wären das WIRKLICH schlechte Nachrichten.

Morgen heißt es "Good News". Die Jugend ist schon wieder in der Gemeinde um ein Video zu drehen und alles für morgen vorzubereiten. Und nicht nur unser Jonathan, der alle Kostüme diese Woche genäht hat, sondern auch mein Mann hat sich an der Nähmaschine versucht. Und das Ergbnis kann sich sehen lassen.

Ich freue mich auf morgen. Und dieses Jahr besonders. 

Warum?

Weil der 5. April für mich ein besonderes Datum ist. 

Kannst du HIER lesen.

hm

Mittwoch, 1. April 2015

Unterwegs nach München


Die Firma Visa-Fix macht ihrem Namen alle Ehre. Ziemlich fix bekamen wir die Antragsunterlagen für den Visum-Antrag meines Mannes zugeschickt, und fix wurden sie ins Englische übersetzt. Da ich diesmal kein Risiko eingehen wollte, musste ich noch ein paarmal anrufen. Selten habe ich so extrem freundliche und geduldige Mitarbeiter am Telefon gehabt wie bei dieser Firma.  
Heute um 12.10 Uhr war dann der Termin in München. Mein Mann kam auf die gute Idee, unsere Süßmaus mitzunehmen, wenn er schon nach München fahre, und das Kind Ferien hat, wäre das doch die Gelegenheit. 

Um 7.30 Uhr wollten die beiden losfahren. Ich versuchte meinen Mann zu überreden, doch lieber eine Stunde früher zu fahren, man wisse ja nie, ob es einen Stau gibt, aber davon ließ er sich gar nicht beeindrucken.

Um 11.00 Uhr kam dann die Whatsapp der Süßmaus: „Papa schafft es nicht rechtzeitig, hast du mal eine Telefonnummer, wo er anrufen kann?“

Meine Antwort:

„Süße, das ist ein Aprilscherz….“

Antwort: „Mit dir kann man einfach keine Naivscherze machen. Ok, wir sind in München.“
Der Antrag ist auf dem Weg nach Großbritannien und jetzt hoffen wir einfach mal, dass er rechtzeitig wieder zurück ist.

Und die Süßmaus ist auch nicht leer ausgegangen, Shoppingtour in München mit dem Papa war inklusive. 



hm