Samstag, 5. Juli 2014

Ein Selbstversuch

Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich gestern drauf kam, aber ich hab mich an ein Buch erinnert, dass ich vor ca. 20 Jahren mal gelesen habe, und das mich nachhaltig tief beeindruckt hat.

Damals habe ich mich das erste Mal überhaupt mit dem Thema gesunde Ernährung auseinandergesetzt. Eine ganze zeitlang habe ich sehr konsequent vollwertig gelebt, mit einer Getreidemühle mein Korn selber gemahlen, Brot gebacken und im Bioladen eingekauft. Morgens gab es Frischkornmüsli, mittags Grünkernbratlinge, abends selbstgezogene Sprossen im Salat. Sogar den Jogurt habe ich selber hergestellt. Und wusstest du, dass ich mein erstes Kind mit Moltonwindeln gewickelt habe, und selbstgestrickten Schurwollhosen? Gescheitert ist das ganze Projekt an mehreren Gründen. Zum Einen hat das Geld für die Biokost nicht gereicht. Zum Anderen konnte ich meinen Mann nicht überzeugen. Also hab ich mit den Jahren einen Kompromiss gefunden. Vollwertig aber nicht nur Vollkorn. Grünkernbratlinge gibt es gar nicht mehr, und offen gesagt hat mir Frischkornbrei auch nie wirklich geschmeckt. Meinen Hafer quetsche ich mir morgens frisch in die Müslischale, aber Nudeln esse ich in weiß.

Aber beim Erinnern an dieses Buch und an die früheren Zeiten fiel mir wieder ein, dass ich wesentlich mehr Rohkostsalat gegessen, mein Brot IMMER aus vollem Korn gebacken und sehr wenig Fleisch gegessen habe.

Könnte ich mal wieder einführen. Stehe heute in meinem Lieblingsdiscounter vor den vegetarischen Lebensmitteln und entscheide mich für fleischlose Auflage. Und mache mal eine Woche den Selbsttest.

Eine Woche kein Fleisch und viel Rohkost. Länger geht nicht, am Samstag sind wir zum Grillen eingeladen ;-)

Und lass dich mal wieder eine Woche an meinem Speiseplan teilhaben. Vielleicht bekommst du ja auch Lust.

Frühstück: 1 Scheibe Pumpernickel mit Kräuterfrischkäse, Stück Honigmelone

Mittagsbrunch: 1 Vollkornbrötchen mit vegetarischer Auflage, Rohkostsalat aus Brokkoli, Paprika und Apfel, zwei Löffel Krabbensalat, Wassermelone

Abends: 1 Vollkornbrötchen mit vegetarischem Aufstrich und Käse, 4 Cocktailtomaten, restlicher Rohkostsalat

Die Süßmaus schüttelt sich und hält mir den gebratenen Speck unter die Nase.

hm

Freitag, 4. Juli 2014

Für meine Lebe-leichter-Teilnehmer und für dich

Passt einfach so zum Thema dieser Woche.

Lebe mit Leidenschaft


hm

Mittwoch, 2. Juli 2014

Beerdigt

Musste gestern so über E. schmunzeln. Da erzählt sie uns im Lebe-leichter-Kurs, sie habe eine schechte Woche gehabt. Ihr sei so bewusst geworden, dass sie nie wieder einem Essgelage erliegen wird, nie wieder Tütenweise Chips in sich hineinfuttert, keine Fressorgien veranstaltet, nicht mehr einfach ohne nachzudenken den Teller nachfüllt. 

Da hat sie mental diese Gewohnheiten zu Grabe getragen und ein bisschen getrauert.

Fehlt nur noch, dass sie in schwarz daherkommt.

War schon sehr lustig, wie sie das so erzählte, und mit 8 kg weniger auf den Hüften übers ganze Gesicht strahlte. Und aus ihrem Herzen strahlte es auch.

Da durfte sie vorher ruhig ein bisschen trauern.

hm

Dienstag, 1. Juli 2014

Heute

Heute ist ein ganz besonderer Tag.

1. Juli 2014

Was ist besonders?

Es wird in deinem Leben nie wieder einen 1. Juli 2014 geben. Nie wieder!

Was hast du heute aus diesem Tag gemacht? Wie hast du ihn verbracht? Was war besonders heute für dich? 

Egal wie dein Tag war, er kommt nicht wieder.

Denk morgen daran, 2. Juli 2014, ein Tag in deinem Leben, der nie wiederkommt. 


Gib jedem Tag die Chance, der beste deines Lebens zu sein.


Was ist heute noch besonders? 

Halbzeit 2014

Wie waren noch deine Ziele? Was wolltest du erreichen?

Da liegt noch ein schönes halbes Jahr vor dir. Eins, das nicht wiederkommt.

carpe diem

hm

150 Emotionen



Bin jetzt seit über zwei Monaten mit mir am Ringen, nach dem heutigen Telefonat Anschiss mit von Beate hab ich mich nun doch durchgerungen euch teilhaben zu lassen. Wollte ich eigentlich nicht, war mir zu persönlich. Aber da mich die ganze Sache doch emotional so sehr mitnimmt und ich mir damit ne Schreibblockade eingehandelt habe (weil, wenn ich nicht persönlich schreiben kann, dann kann ich eigentlich gar nicht schreiben) werde ich das Ganze heute beenden. Da könnt ihr euch bei Beate bedanken.

Schon seit 18 Jahren sind wir eine Pflegefamilie, haben einen Jungen großgezogen, der mit 1 ½ in unsere Familie kam, und der seitdem zu uns gehört. Nun hatte uns das Jugendamt vor über einem Jahr gefragt, ob wir uns das noch einmal vorstellen könnten, nochmals ein Pflegekind aufzunehmen.
Können wir nicht. Wir sind so komplett als Familie, dass wir das nicht mehr wollten. Und dann kam die Idee, Bereitschaftspflege anzubieten. Über ein Jahr gab es Gespräche, Beratung, Seminare, Überlegungen, Für und Wider und letztendlich die Entscheidung, wir versuchen es.

Seit Ende April wohnt ein kleiner Junge bei uns, übergangsweise. Aber kannst du dir vorstellen, was das für Emotionen in mir und uns auslöst? Was da mit dran hängt? An was für Grenzen du kommst?
Es gibt so richtig tolle Erfahrungen, die ich da gerade mache, aber auch Herausforderungen ohne Ende. Dieser Schritt war ein riesiger aus der Komfortzone heraus. Und in solchen Situationen bist du umgeben von 150 Emotionen und Reaktionen, von denen du keine Ahnung hattest, dass sie in dir stecken. Und damit musst du erst einmal fertig werden. 

Keine Ahnung, wie lange wir dazu bereit sind. Vielleicht eine Weile. Vielleicht beenden wir es auch wieder. Aber auf jeden Fall geben wir da ein paar Kindern die Möglichkeit für eine Zeit eine heile Welt zu erleben. Und hoffen, dass ein paar der Samen, die wir streuen aufgehen.

Einen Unterschied machen, nicht nur der Bequemlichkeit folgen, ist nicht immer leicht. Aber wenn du dann einen Schritt gegangen bist, und siehst so kleine Früchte wachsen, dann macht das was mit dir.

hm

Montag, 30. Juni 2014

Bis später im Himmel










Manuel am Ende diesen Tages: " So, jetzt sind alle entschieden und getauft, dann sehen wir uns garantiert im Himmel alle wieder. Ist doch cool."


hm

Freitag, 27. Juni 2014

Full House

Die letzten Tage und Wochen stehen und standen ganz unter dem Zeichen von Feiern und Besuch. Während die Spuren des letzten Festes gerade erst beseitigt sind, kündigt sich schon wieder das nächste an, und jetzt verstehst du auch, warum ich nicht zum Blogschreiben komme.

Das besonderste Ereignis in diesem Jahr. Unsere jährliche Taufe.

Anders als in den Landeskirchen taufen wir keine Babys. Erst dann, wenn jemand klar entschieden hat, seinen Weg mit Jesus zu gehen, wird er getauft. 

Diesmal ist  die Taufe für uns sehr besonders. Die Süßmaus lässt sich taufen. Mein letztes Kind, mein Mädchen. Sie will, unbedingt.

Sonntag um 10.00 Uhr am Korker Baggersee wird also wieder einer dieser Momente, in denen mein Herz nur dankbar ist. Ich fühle mich sehr reich beschenkt.

Und dazu gibt es wieder Besuch. 5 Freunde aus Bremen und der Opa. 

Full House..........

hm