Donnerstag, 14. Mai 2015

Meine Liga

Gestern, so kurz vor dem Einkaufen frag ich Steven, was er heute gerne essen würde.
Er: „Na wenn du so fragst, dann Schniposa, aber da weiß, du das eigentlich nicht gerne machst.“

Stimmt

Schnitzel, Pommes und Salat gehört eher in die Kategorie „Daskochtpapawennichwegbin“

Aber wenn sich der Junge das halt mal wieder wünscht......

Ich stand gestern beim Kochen etwas unter Zeitdruck, und musste dann sogar noch auf die Schnelle Mayonnaise selber machen, weil keine mehr da war. 

Zuerst aßen alle schweigsam. 

Dann der erste Kommentar.

„Mit dem Salz hast du es aber gut gemeint.“

Ok, die Pommes waren etwas versalzen.

„Und die Schnitzel mag ich eigentlich gerne kross, aber sie sind etwas schwarz“

Ok, mir ist die zweite Ladung Schnitzel etwas angebrannt, weil ich die Mayo am Zubereiten war.

„Die Mayo schmeckt irgendwie nicht.“

Also, da kann ich jetzt nicht dafür, das ist ein Thermomixrezept.

Ich esse so vor mich hin und weiß, dass ich das eigentlich besser kann.

Da sagt der Große: „Mama, das ist einfach nicht dein Niveau, du kochst eben in einer anderen Liga."

Yeah……

Heute gibt es Kalbsbraten an einer Rotweinsoße mit gebratenem Gemüse und Westernkartoffeln aus der Actifry.






Meine Liga.

hm

Mittwoch, 13. Mai 2015

Wenn du es eilig hast




An manchen Tagen denke ich: „Wo fange ich an und wo höre ich auf?“ Und meistens stelle ich hinterher fest, dass es so schlimm gar nicht war.

Kaum von der Gemeindefreizeit zurück hatte ich zusammen mit Beate am Montag einen Termin beim Verlag. Da bin ich gut und gerne mal inklusive Besprechung sieben Stunden unterwegs, ohne Stau. Lebe-leichter-Coachausbildung inklusive Vorbereitung am Wochenende, dazwischen der Feiertag, Termin mit dem Jugendamt, Supervision, Lebe-leichter-Kurse, das bisschen Haushalt, Streik im Kindergarten und blöderweise auch noch nen Haufen liegengebliebener Papierkram. 

Wenn ich das Gefühl habe: "Wo fange ich an und wo höre ich auf?", dann erinnere ich mich an die klugen Worte meines Sohnes Jonathan: "Ich mache immer nur das was ich mache, und denke nicht daran was ich noch alles machen muss."

Stress gibt es nämlich nur in unserem Kopf.

Mir hilft eine To – do - Liste und viel Pause dazwischen. Und so kam es, dass ich tatsächlich mittags mal ein Schläfchen gehalten, und mit den Kindern Rummycup gespielt habe. 

Neben mir schrie der Boden: „Saug mich!“, die Wäsche: „Wasch mich!“, die Küche: „Räum mich auf!“

"Lass sie schreien.", denke ich und höre weg.

Wenn du es eilig hast dann gehe langsam.

hm

Dienstag, 12. Mai 2015

Zeitenwechsel

Kennst du auch diese Zeiten, in denen du so super motiviert bist, nicht einen Krümel zu viel in deinen Mund steckst, in denen dein tägliches Sportprogramm zur Selbstverständlichkeit wird und du wie ein Fels in der Brandung zwischen Herausforderungen lächelnd jedes angebotene Haribo dankend ablehnst?

Und du denkst:"Nichts schmeckt so gut, wie es sich anfühlt schlank zu sein."

Im krassen Gegensatz dazu stehen deine hemmungslosen Zeiten, in denen du nach allem greifst, was rum liegt, und liegt nichts rum, dann holst du es dir. Sport gerät in Vergessenheit und du kannst dich nicht erinnern, dir jemals ein Ziel gesetzt zu haben.

Und du denkst:"Es schmeckt doch besser."

Heute flüstert ich dir zu:"Es ist IMMER deine Entscheidung."

Und egal an welchem Punkt du gerade stehst, du darfst jetzt sofort die Zeit wechseln.

hm

Sonntag, 10. Mai 2015

Leergeweint

Zwei Tage im Jahr sind seit 15 Jahren immer emotional herausfordernd für mich. 10.05. und 14.08.

Geburtstag und Todestag. 

Aber nie ist vorhersehbar, wie diese Tage verlaufen. Manchmal vergehen sie einfach so, ohne dass mich der Schmerz trifft, und manchmal weine ich mich leer.

Julians Geburtstag an Muttertag ist eine ziemlich schlechte Kombination. Das Ganze dann aber noch an einer Gemeindefreizeit, die emotional doch mehr fordert als die eigenen vier Wände, ist total bekloppt. Dann braucht es nur nen klitzekleinen Auslöser, und meine Fassung hat verloren.

Das Blöde an so einer Situation ist dann, dass mir die Leute ganz doll leid tun, denen ich leid tue, und die eigentlich nicht wirklich wissen was sie sagen sollen, und denken, alles was sie sagen ist falsch und kein richtiger Trost. Die würde ich dann am liebsten trösten und ihnen sagen, es geht schon, ist gleich vorbei.

Und wenn ich dann weine, und den Schmerz mal wieder so richtig fühle, dann ist Julian meinem Herzen ganz nah. Das kommt ja nicht ständig vor.  Und das ist eigentlich gut. Also weinen ist nicht nur schlecht, auch wenn es so aussieht. Und vielleicht ist die Kombination Muttertag und Julians Geburtstag doch nicht so schlecht. 

hm

Freitag, 8. Mai 2015

Nochmal weg



Während ich heute alle Vorbereitungen für unsere Gemeindefreizeit am Wochenende treffe, streckenweise etwas genervt bin, weil ich mir viel zu viel aufgehalst habe, entwickelt sich in meinem Kopf ein interessanter Gedanke. Spontan schreibe ich so etwas immer sofort in meinen Blog. Aber diesmal warte ich noch  eine Weile. Der Gedanke ist noch nicht fertig, und so gut, dass es vielleicht ein Artikel für die Lydia wird, oder sogar eine Predigt. Mal sehen.

Hat ein bisschen was mit der Geschichte von Martha und Maria zu tun.

Kam mir so, nachdem ich den Einkauf erledigt, Kartoffelsalat und Nudelsalat fertig gerichtet, Stockbrotteig zubereitet, Kuchen gebacken, Koffer gepackt, Programmutensilien zusammengesucht, Newsletter für meine Teilnehmer geschrieben, Belliconbestellung angenommen, und noch die 1000 anderen Kleinigkeiten erledigt hatte.

Ich bin dann mal wieder weg.

hm

Donnerstag, 7. Mai 2015

Montagsgedanken



Wenn du nach sechs Tagen London wieder nach Hause kommst, freust du dich vor allen Dingen auf deine Kinder, und auf deine Matratze.  Und nachdem du dich dann ausgefreut hast, übersiehst du leider nicht in deiner Freunde auch sämtliche Spuren, die eben diese geliebten Kinder in der Küche hinterlassen haben. Du übersiehst sie einfach nicht mit dem Blick der Liebe. Du bist einfach nur dankbar, dass alles in London und auf dem Flug gut gegangen ist, dass das Haus noch steht, deine Kinder gesund sind, dass die verstauchte Hand des Großen nicht gebrochen ist, dass keiner verhungert ist, und dass jetzt alles wieder seinen normalen Gang geht. 

Was ist schon ein halber Tag Küche putzen und Böden wischen im Verhältnis zu der Wiedersehensfreude? Und weil ich ja genau weiß, dass die Montagsgedanken der Lydia in dieser Woche passend zum Muttertag meine sind, konnte ich eben auch gar nicht meckern.
Ich hab nur ganz nett und liebvoll, mit entsprechendem Unterton Jonathan gebeten, den ganzen Kakaoschleier von Kaffeeautomat, Arbeitsplatte, Toaster, etc. zu beseitigen, und ihn super freundlich aufgefordert die Küchenschränke von der Schmiere zu befreien. So wie es aussieht hat er eine Schokotorte gebacken, die Reste finde ich auf jeden Fall noch im Kühlschrank und auf der Arbeitsplatte, an den Küchenschränken, dem Boden, dem Kaffeautomaten, dem Toaster, der Spüle......

Und solche Gespräche laufen dann in etwa so ab:

Ich: Jonathan, kommst du bitte mal

Jonathan: Was ist?

Ich: Bist du bitte so nett und machst die Küche noch sauber.

Jonathan: Wieso? Ist doch alles sauber.

Ich: Ja, aber schau dir mal die Küchenfronten an, das ist alles klebrig und verschmiert.

Jonathan: Wo denn, ich seh‘ nichts!!!

Ich grinse ihn an.

Jonathan: Also, ich hab die ganze Küche aufgeräumt, du siehst ja nur das, was ich nicht gemacht habe.

Ich: Also, ich finde das so super, dass du dein eigenes Zeug selber wieder abgewaschen hast, ganz toll, aber deshalb darfst du dennoch auch die ganze Schmiere noch wegmachen.

Jonathan: Also, du hast immer was zu Meckern.

Ich: Ich mecker ja gar nicht, ich bitte dich ja nur, das noch zu machen, alles gut, die Böden übernehme ich dann.

Zwischendrin bekomme ich mal noch liebevoll den Lappen ins Gesicht, wir unterhalten uns ne Weile während Jonathan kläglich versucht seine Mutter zufrieden zu stellen.

Ich: Na und dieses ganze Kakaopulver, was überall zentimeterdick auf dem Kaffeeautomaten, Toaster, Arbeitsplatte, Ölflaschen etc. liegt, dachtest du, das soll so bleiben?

Jonathan: Ja, sieht doch schön aus.

Ich freue mich einfach so sehr die Kinder wiederzusehen, dass ich nicht meckern möchte, aber eigentlich würde ich gerne, so ganz doll. Aber wie ja schon in den Montagsgedanken geschrieben, es nützt nichts. 

Also lass ich es.

HIER geht es zu den Montagsgedanken der LYDIA 





 
hm

Montag, 4. Mai 2015

2 Straßen weiter

Völlig selbstverständlich war es für uns, am Sonntagmorgen einen Gottesdienst zu besuchen. In London gibt es Gemeinden wie Sand am Meer, aber wir wollten unbedingt in die Hillsonggemeinde. Und da fällt dir ein bisschen die Kinnlade runter, wenn du zum Haupteingang rein möchtest und von einem netten Begrüßungsteam gebeten wirst, dich in die Schlange einzureihen. Welche Schlange denke ich, und dann sehen wir, wie die Menschen in Reih und Glied jeweils zu zweit nebeneinander anstehen, um einen Platz in der Kirche zu bekommen. Zum Ende der Schlange mussten wir eine Weile laufen, es war zwei Straßen weiter. Alle zwei Meter stand jemand vom Begrüßungsteam und begrüßte die Leute.

Hello
Nice to see you
Enjoy the time
God bless you

Und sie verteilten Kaffee und Bonbons.

Wie krass ist das denn?

Natürlich gehen wir davon aus, dass gestern viele Gäste wegen der Colour Konferenz da waren, aber die Gemeinde hat deswegen auch extra 5 Gottesdienste angeboten. 2000 Sitzplätze hat das Dominion Theater, wo die Gottesdienste stattfinden. Und es gibt in London mehrere Hillsonggemeinden.

Ich hatte die Hillsongband ja schon während der Konferenz erlebt, aber mein Mann noch nicht. Und dann hat doch als Highlight für uns alle, Joyce Meyer gepredigt. 



Nach dem Gottesdienst standen die Leute, die vorher keinen Platz bekommen haben wieder Schlange, für den zweiten Gottesdienst,

Ok, das ist London, aber ich hab mir das trotzdem mal in Appenweier vorgestellt. 


hm