Dienstag, 20. Oktober 2015

Danke, ich schau einfach nur

Die Tage fliegen nur so an mir vorbei und ich kann kaum glauben, dass wir schon wieder Mitte/Ende Oktober haben. Die emotionale und körperliche Anstrengung der letzten Wochen hat Spuren bei uns hinterlassen, und das hat nicht nur mit dem Tod der Schwiegermutter zu tun.

Aber wie immer im Leben kommt ja nach jedem Tief auch wieder ein Hoch, und so freu ich mich dann jetzt einfach mal drauf.

Hab gestern damit angefangen. Um fünf Theaterkarten zum Verschenken zu kaufen, und der Süßmaus ihr zu Hause liegengelassenes Hausaufgabenheft zu bringen, musste ich gestern nach Offenburg. Und immer wenn ich in der Stadt bin, zieht es mich förmlich in ein Geschäft, in dem ich einfach mal nur so „schaue“. Also das zumindest ist immer meine Antwort auf die Frage der Verkäuferin: „Kann ich Ihnen helfen?“ 

Ich „schaue“ also gestern ein bisschen im Laden, eigentlich nur oberflächlich, da ich erst letztens sehr gezielt nach einer Übergangsjacke „geschaut“ habe. Zweimal schon kam ich mit einer Leichtdaunenjacke nach Hause. Zweimal der Kommentar von den Kindern: „Mama, geht gar nicht.“
Zweimal wieder umgetauscht.

Meistens halte ich mich in dem Geschäft nur im Erdgeschoß auf, in der oberen Etage sind die eher hochpreisigen Designerklamotten. Hin und wieder „schaue“ ich da auch, ab und zu finde ich mal was, aber eher nicht.

Gestern hatte ich Zeit auch für die 1. Etage. „Schaue“ da so hier und da und sehe plötzlich eine Übergangsjacke, die mir auf Anhieb gefällt.



Ein Einzelstück, und dann auch noch bei „Sale“, und dann auch noch in Größe 38. Allerdings hat „Sale“ in der ersten Etage nicht unbedingt etwas zu bedeuten. Es gibt Sachen, die sind auch im Sale noch unerschwinglich.
So, und jetzt kommt’s. Da passt die Jacke wie angegossen und die Verkäufern, die sofort gesehen hat, dass ich nicht nur „schaue“, kam dazu und beglückwünschte mich zu diesem Schmuckstück.
„Die habe ich gerade erst reduziert, heute Morgen kam die Anweisung.“
Sie war schon einmal reduziert, von 349,--€ auf 179,--€, und ab heute kostet sie 119,--€, weil wir nur noch diese eine haben.

Und ich hatte noch nen Gutschein über 100,--€ in der Tasche.
Also, wenn das mal kein guter Start für das kommende Hoch ist.
hm

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Das hat sie gut hinbekommen



Wenn man dann eine Beerdigung als „schön“ bezeichnen kann, dann war es schön. Natürlich ist es immer so ein trauriger Moment, wenn du vor einem Sarg stehst, und dir vorstellst, wie der Mensch, der dir Nahe war, dort drin liegt. Aber dieser kurze Moment dieser Vorstellung verflog durch die Worte des Pastors so schnell, dass er kaum in Erinnerung bleibt. Wir wissen, dass die sterbliche Hülle nicht das Ende ist.

„Wir werden uns wiedersehen“ stand auf unserer Schleife mit den Namen unserer Familie. In dieser Gewissheit, dass der Tod hier auf Erden nicht das Finale ist, war es nur für kurze Momente an diesem Tag traurig, aber eigentlich freuen wir uns, dass die Oma es geschafft hat.

Die Gemeinschaft nach der Beerdigung mit Familie, Freunde und einigen Gemeindemitgliedern tat einfach nur gut. Viele von ihnen haben wir über Jahre nicht mehr gesehen, aber so, wie der Pastor es richtig ausdrückte, waren sie sehr nah an uns dran als Familie. Wir sind Kinder dieser Gemeinde, in der auch meine Schwiegermutter Mitglied war. Vor vielen Jahren habe ich dort meine Entscheidung für Jesus getroffen, ein Jahr später mein Mann. Aus dieser Gemeinde kommen wir, und das Wiederkommen ist immer ein kleines Stückchen Heimat.

Mit unseren engsten Freunden (wir waren insgesamt 18) haben wir den Montag ausklingen lassen, bei Wein und Flammkuchen, mit vielen Gesprächen, mit Lachen und auch Erinnerungen an die Schwiegermutter.

Gestern im Auto haben wir die Tage nochmals reflektiert. Das Zusammenkommen der ganzen Familie am Grab, und abends die Gemeinschaft mit den Freunden. Das kommt so selten vor, weil die Entfernung so groß ist. 

„Das hat die Oma gut hinbekommen.“

hm

Samstag, 10. Oktober 2015

Ein Leben



Unsere Tage sind immer noch sehr bestimmt vom Heimgang meiner Schwiegermutter. Die Beerdigung muss organisiert werden, Wohnung gekündigt, bei allen Ämtern, Krankenkassen, Stadtwerken und der Telekom muss sie abgemeldet werden. Zwischen den paar wenigen Sachen, die wir als Erinnerung aus ihrer Wohnung mitgenommen haben, finden wir unser Leben. In jeder Schublade, in jedem Regal waren Spuren unseres Lebens zu erkennen. Fotos, Geburtsanzeigen der Kinder, Todesanzeige von Julian, Zeitungsausschnitte, Briefe, Postkarten, Geschenke, und dazwischen Bibelverse. 

Als mein Mann die Wohnung auskehrte, kehrte er ein Leben aus, und ich stelle mir die Frage: „Was bleibt?“

Was bleibt, wenn ich gehe? Was wird über mich erzählt? Womit habe ich diese Welt ein kleines bisschen verändert? Was wünsche ich mir, wird bei meiner Beerdigung erzählt? Was hinterlasse ich? 

Was bleibt, wenn du gehst? Was wird über dich erzählt? Womit hast du diese Welt ein kleines bisschen verändert? Was wünschst du dir, wird bei deiner Beerdigung erzählt? Was hinterlässt du?

Auf dem Sterbebett wird niemand sagen: „Hätte ich bloß eine Stunde am Tag mehr gearbeitet.“ Oder: „Hätte ich die Fenster bloß häufiger geputzt.“ Auch nicht: „Hätte ich doch noch ein bisschen mehr Geld verdient.“ Und auf keinen Fall: "Hätte ich bloß noch mehr gemeckert, die Kinder angeschrien, wäre unzufriedener gewesen und hätte mich über Kleinigkeiten noch mehr aufgeregt."

Was würde ich gerne einmal in meiner eigenen Autobiographie veröffentlichen? Worauf möchte ich zurückblicken können? 

Was würdest du gerne einmal in deiner eigenen Autobiographie veröffentlichen? Worauf würdest du zurückblicken können?

Wusstest du, dass du HEUTE daran schreibst? Dass du heute daran arbeitest? Dass du heute das lebst, worauf du später zurückschaust?

Die Erinnerung an meine Schwiegermutter war ihre Hilfsbereitschaft und Aufopferungsbereitschaft.

Eine ganz typische Situation:

Wir sitzen zusammen am Tisch, und irgendetwas reicht nicht. Sie schiebt es uns auf den Teller mit den Worten: „Ich mag das sowieso nicht.“

Einer ihrer größten Wünsche war, dass unser Großer eine Freundin findet. Er wollte immer auf die Richtige warten. Als es dann im Januar so weit war, plante er bereits im Februar die Fahrt nach Bremen, um der Oma ihren Wunsch zu erfüllen, und bekam keinen Urlaub.

Ein ganzes halbes Jahr war ihm das immer wieder wichtig, im Juni hat’s dann doch geklappt. 

Einen Tag hin, am nächsten zurück, 1400 km, nur für die Oma.


Jetzt ist er dankbar, dass er das nicht verschoben hat.







Morgen fahren wir nach dem Gottesdienst mit acht Personen nach Bremen. Am Montag findet die Beerdigung statt. Acht Personen, das sind mein Mann und ich, unsere Kinder, die Freundin des Großen und S., die seit vier Wochen bei uns wohnt. 

hm

Freitag, 9. Oktober 2015

Genau das Richtige für mich

Bei meinen Vorträgen, Ausbildungen und hin und wieder einer Predigt nutze ich gerne einen Beamer für eine Präsentation. Und hin und wieder wünschte ich mir, ich könnte das auch in meinen Lebe-leichter-Kursen. Aber der Aufwand, den großen, schweren Beamer, Kabeltrommel, HDMI-Kabel und Notebook mit in die Treffen zu schleppen, hindert mich dann doch immer wieder. Ich liebe meine Arbeit, aber sie soll leicht sein.

Beim Auffrischungstag war ich dann von Anjas Präsentation vom Iphone aus ziemlich begeistert. Es brauchte nur einen Adapter, und schon kam die Präsentation vom Smartphone auf die Wand.
Und dann dachte ich an diesen Minibeamer, mit dem ich schon seit 1 ½ Jahren liebäugele, dessen Anschaffung ich aber bisher hinausgezögert hatte.
Am Montag hab ich mir dann erst einmal so einen Adapter zugelegt und wollte Dienstagabend meine erste Präsentation im Kurs zeigen. Den großen, schweren Beamer hatte ich in die Tasche gepackt und war auf der Suche nach meiner Kabeltrommel. Ich muss dazu sagen, dass ich mir vor 15 Jahren extra für meine Zwecke eine Damenkabeltrommel zugelegt habe. Sie ist zwar nicht rosa, aber klein und handlich, SAUBER und IMMER dort, wo ICH sie hingestellt habe.
Auf die Frage an meinen Mann: „Hast du zufällig meine Kabeltrommel gesehen?“, zuckte der nur die Schulter und meinte: „Könnte sein, dass ich sie verliehen habe.“……
…..geht in den Keller und kommt mit einem 10 m langen, dicken, schwarzen, schweren, voller weißer Farbe und rosa Staub vollgeschmiertem Kabel an. „Ich hab gerade kein anderes, das kannst du nehmen.“
Das ist einfach nix für mich. Ich brauch das ordentlich, und klein, und handlich, und einfach und sauber.
Und so darf ich seit zwei Tagen diesen absolut coolen Minibeamer mein Eigen nennen.


Gestern die erste Präsentation im Lebe-leichter-Kurs gehalten und abends per Videostream noch ein Workout auf dem bellicon gezeigt.
Abends hat sich mein Mann das Teil dann genau angeschaut.
„Hat ja nicht viele Knöpfe.“
Ich: „Ein- und Ausschalter, Laut und Leise, Helligkeit und ein Rädchen zum scharf Stellen. Und so klein, dass es in die Handtasche passt. Mehr brauch ich nicht. Genau das richtige für mich.“
So was von obercool, den hätte ich mir schon vor 1 ½ Jahren zulegen sollen.
hm

Dienstag, 6. Oktober 2015

Wenn Träume Wirklichkeit werden



Die Vision mit Lebe leichter ein humanitäres Hilfsprojekt zu unterstützen war schon vor ein paar Jahren da. Vor 18 Monaten dann haben Beate und ich JAM kennengelernt und zusammen mit der ersten Vorsitzenden, Sabine Wenz unsere Idee weiterentwickelt. 

Was dabei herausgekommen ist, weißt du schon. 



Kannst du HIER lesen.

Hast du den letzten Satz gelesen???

Ich zitiere, vom 10. Juli 2014 :

Mein Traum: eine eigene Schule zu unterstützen - und irgendwann………..flieg ich nach Afrika……..


Vor einem Jahr haben wir diese Aktion unseren Coachs beim Auffrischungstag vorgestellt, Begeisterung in allen Herzen. Ein Jahr später beim Auffrischungstag, wollten wir Danke sagen, den Coachs, die sich beteiligt haben, aber vor allen Dingen den Teilnehmer, die JAM durch ihre Spende mit unterstützt haben.Und auch dir.

Für 12.430 € Spenden in einem Jahr.

Für 258 Kinder, die damit ernährt werden konnten, ein ganzes Jahr lang.

Sabine schreibt uns:

„Das ist ein unglaubliches Ergebnis mit dem wir in den Bereich kommen über eine Lebe Leichter Schulpatenschaft nachzudenken. Das würde bedeuten, dass Lebe Leichter eine konkrete Schule zugeordnet wird und ihr genauere Informationen über „Eure“ Kinder und deren Umfeld bekommen könnt.“

Und so wird es ab 2016 eine Schule in Angola geben, die von Lebe leichter unterstützt wird. Ich freue mich so, denn unser Traum ist wahr geworden. Und mit Sicherheit, werden wir unsere Kinder vor Ort besuchen.

Du kannst mitmachen, wichtig: Verwendungszweck "Lebe leichter" nicht vergessen. Das Geld fließt zu 100% in die Ernährung der Kinder.


Spendenkonto

JAM Deutschland e.V.
Verwendungszweck: Lebe leichter
Konto Nr.: 11 33 244
BLZ: 600 501 01, BW-Bank Stuttgart
IBAN: DE52 60050101 0001133244
BIC-/SWIFT-Code: SOLADEST600


hm

Montag, 5. Oktober 2015

An ihrem Tisch

Natürlich war mir klar, dass ich ihr Buch unbedingt haben möchte. Sie gehört zu meinen Lieblingsbloggerinnen, sie schreibt sich einfach in mein Herz.  Hab den Erscheinungstermin zwar verpasst, aber letzte Woche Freitag lag es in meinem Briefkasten.



Zwanzig Geschichten, die ihr das Leben schrieb, gespickt mit einer guten Portion Humor, Tiefgang, Weisheit, Ehrlichkeit und geistlichem Input.

Das Vorwort am Samstagmorgen hat mich so bewegt, dass ich es sofort meinem Mann vorlesen musste. Und der bat mich, es Sonntag vor der Predigt vorzulesen, weil es so gut zu dem passt, was er zu sagen hat, der Vision für unsere Gemeinde.

Kannst du HIER anhören, lohnt sich !!!

Jeden Tag eine Geschichte, dachte ich und nahm das Buch Samstagnachmittag bei Sonnenschein mit auf die Terrasse.






 Und dann war es plötzlich Samstagabend und das Buch zu Ende gelesen.




Meine Gesichtszüge wechselten zwischen lachen, grinsen, weinen, nachdenken, nicken, schmunzeln und der große Wunsch in meinem Herzen lautet: „Einmal zusammen mit ihr an einem Tisch sitzen.“

Also liebe Veronika, bei dir oder bei mir?

Werde heute gleich noch ein paar Bücher bestellen, für den Büchertisch unserer Gemeinde und zum Verschenken.



Und dann fang ich nochmal von vorne an.
hm

Samstag, 3. Oktober 2015

Die Vision einer Jeans



Eins meiner absoluten Lieblingsgerichte ist Sauerbraten mit Knödel. Ich liebe dieses Essen, vorzugsweise ganz rheinisch mit Rosinen in der Soße. 

Und während ich das Fleisch im Topf anbrate und die Knödelmasse forme bin ich mal wieder völlig begeistert von unserem Programm. Ich muss weder Punkte, Kalorien oder Fettaugen zählen, noch Kohlenhydrate und Eiweiß  trennen, ich muss keine Lightprodukte kaufen und schon gar nicht irgendwelche Proteinshakes runterwürgen. Ich brauche keine Tabellen mit Ampelsystem, keine 100 Diätbücher, muss nicht jede Zeitschrift mit der neusten Trenddiät kaufen und falle auch auf kein ominöses Onlineversprechen herein.

Ich koche einfach ganz normal, alles was mir schmeckt. Setze dabei meinen gesunden Menschenverstand und mein Ernährungswissen ein, halte mich an die super einfachen Lebe-leichter-Regeln und freue mich über Sauerbraten, Knödel mit Bohnen.



Das Thema Ernährung, Abnehmen, Zunehmen, Diät hin oder her beschäftigt mich seit gut 25 Jahren. Sicherlich wird es immer Thema bleiben, meine sensible Achillesferse, ein Bereich in dem ich auf Hab acht bin. Ich muss mich immer wieder für unsere einfachen Regeln entscheiden, Löcher im Herz mit anderen Dingen füllen, schlechte, sich über Jahre eingebrannte Gewohnheiten bekämpfen, Schokolade nur in Maßen und nicht in Massen genießen, auf die Menge von Aperol Spritz und Co. achten, und den Satz: „Jetzt ist es eh egal…“ aus meinem Wortschatz verbannen.

Aber dann, dann ist es leicht.

Bin letzte Woche voll motiviert mit meinen Lebe-leichter-Teilnehmern an den Start gegangen. Habe mir, wie alle anderen auch, in dieser Woche ein Ziel gesetzt.
Und das letzte Woche öffentlich gemacht.

Mit meiner Freundin war ich letzten Freitag einen ganzen Tag in einem riesigen Shoppingzentrum unterwegs. Nicht, dass ich sehr unzufrieden bin, aber die Spuren des Urlaubs sind noch nicht so ganz von meinen Hüften und Oberschenkeln verschwunden. Nur Schuhe kaufen ist irgendwie auch langweilig.



Während wir beide in der Levis-Boutique zwei megacoole Jeans anprobierten traf ich eine Entscheidung.

Ich werde keine Jeans in dieser Preiskategorie kaufen, wenn ich vorhabe, vielleicht das ein oder andere Kilo zu verlieren. 

Aber so eine Jeans wäre eine coole Belohnung. Ich hatte noch nie eine Levis, und werde sie mir Mitte Dezember gönnen, und sie in meinen Abschlusstreffen tragen.

Wissen jetzt alle meine Teilnehmer, weißt du jetzt auch. Also bekommst du dann vor Weihnachten noch das Foto.

Wie sieht deine Vision aus? Deine Zielhose? Dein Traum?

Wenn du heute startest, schaffst du locker noch schlappe 12 Pfund bis zum Ende des Jahres. Was gönnst du dir dann?

hm