Dienstag, 29. Dezember 2015

Mach was draus

Schon wieder liegt Weihnachten hinter uns und Silvester vor uns. Meine Ziele für 2016 stehen fein säuberlich, wohl durchdacht in meinem Tagebuch, nur für mich ersichtlich. Und können bei Bedarf immer mal wieder angeschaut werden.

Eins meiner Ziele für das Jahr 2015 war, nur einen Sprechertermin im Monat auswärts anzunehmen. Da kann ich einen Haken dran setzen. Ein anderes Ziel, dass ich mir gesetzt habe, hab ich nicht erreicht, blöd, aber nicht zu ändern. Und was meinst du wohl, was ich in so einem Fall mache?

Ich sitze da, völlig verzweifelt, schüttele über mich selbst den Kopf, weine ein bisschen und fühle mich ab sofort total unfähig, mir auch nur ein weiteres Ziel zu setzen, weil ich dieses eine ja nicht geschafft habe. Bin wie gelähmt und stecke den Kopf in den Sand und gebe auf.

Du grinst schon, ich merke es. Natürlich ist das in keiner Weise irgendwie tragisch. Macht überhaupt nichts, was soll’s. Hat halt bei einem Ziel nicht geklappt, na dann versuch ich’s halt nochmal. Vorsätze, die du dir Anfang des Jahres gesetzt hast, und die du nicht umsetzen konntest, kannst du jetzt in drei Tagen sowieso nicht mehr ändern. Also, was soll’s. Zuck mit den Schultern, heb den Kopf und dann setz dir ein neues Ziel.

Du willst mit dem Rauchen aufhören, dich gesund ernähren, mehr Sport treiben, 8 kg abnehmen, freundlicher mit deinen Kindern umgehen, und mit deinem Mann auch, oder mit deiner Frau, du willst mehr beten, Bibel lesen, nicht so viel bei facebook rumhängen, mehr Obst und weniger Süßigkeiten essen, weniger kaufen, mehr spenden, und überhaupt die Welt ein kleines bisschen verbessern?

Willkommen im Klub der guten Vorsätze.

Was meinst du, wohl, wie lange die guten Absichten anhalten? Bis zum 5. Januar, vielleicht, und dann sind wir schon wieder mitten drin im neuen Jahr.

Lass mal die Vorsätze und setz dir ein realistisches Ziel.

Was ist dir im nächsten Jahr wirklich wichtig? Was würdest du wirklich gerne verändern? So und jetzt kommt’s: Entwickele eine Vision für dein Ziel und baue dir in deiner Vorstellung ein Bild von dem, was du erreichen möchtest.

Oder stelle dir die Wunderfrage:

Was passiert, wenn diese Nacht ein Wunder geschähe, und du dieses Ziel über Nacht erreicht hättest.
Was wäre anders?

Wie würde sich das anfühlen?

Woran würdest du merken, dass sich etwas verändert hat?

Wie reagieren die anderen auf dich?

Entwickele eine positive Sicht dessen, was du erreichen möchtest. Schreib dir das auf, und hol es aus der Schublade, falls du dein Ziel aus den Augen verlierst.

2016 liegt noch völlig unberührt vor dir. Mach was draus.

hm







P. S. Erzählt mir Beate heute am Telefon, dass sie nach der Weihnachtsschlemmerei ab HEUTE wieder brav im Programm ist und fragt mich, ob ich heute schon laufen gewesen war. War ich nicht, sprang nach unserem Telefonat in die Laufschuhe, und weg war ich.


Du musst nicht unbedingt bis 2016 warten.

Kommentare:

  1. Ihr seid so cool ihr zwei!:-)
    Ohne euch life zu kennen, baut ihr mich auf,motiviert ihr mich immer wieder und setzt mir, öfter als ihr denkt, ein Lächeln aufs Gesicht. :-) Danke!
    Liebste Grüße,
    Frau Pe

    AntwortenLöschen
  2. Das freut mich sehr liebe Frau P. Deswegen schreiben wir ;-)

    AntwortenLöschen