Samstag, 25. März 2017

Blöde Blitzer

Ich bin geblitzt worden. Mal wieder. Sogar zweimal hintereinander innerhalb von zwei Wochen. Es nützt irgendwie auch nichts, dass ich an beiden Stellen „normalerweise“ IMMER 30 fahre. An der einen Stelle schon aus dem Grund, weil es ein fest installierter Blitzer ist. 

Vor zwei Wochen blitzte es, als ich die Freundin unseres Sohnes mal eben „schnell“ zur Gemeinde fahren musste, da sie sich von ihrer Mama versehentlich zu uns hat bringen lassen anstatt in die Gemeinde. Dort war Theaterprobe für das Stück, das an Karfreitag aufgeführt wird. Mal eben „schnell“ hieß in diesem Fall mit knapp 50 in die 30er-Zone. 

Nachmittags muss ich jetzt täglich die kleine J. vom Bahnhof abholen, da sie Nachmittagsunterricht hat. Kurz vor dem Bahnhof steht ein Blitzer. Kenn ich, weiß ich, fahre ich immer höchstens mit 29 km/h durch. Nur vorgestern, da war ich noch kurz vorher im Edeka um ne Kleinigkeit zu kaufen, sehe auf die Uhr und stelle fest, dass ich 2 Minuten zu spät bin. Bin so in Gedanken bei dem wartenden Kind, dass ich weder an die Geschwindigkeitsbegrenzung noch an den Blitzer dachte. 44 km/h. Auf J. musste ich dann noch 5 Minuten warten, weil der Zug Verspätung hatte.

Was wohl das Ordnungsamt sagen würde, wenn ich denen erkläre, dass ich doch normalerweise IMMER an diesen Stellen 30, km/h höchstens 33 km/h fahre. Sie würden mit der Schulter zucken und mir erklären, dass das ja schön und gut sei, aber in DIESEN beiden Fällen sei ich halt zu schnell gefahren und Strafe müsse eben sein.

Ist doch eigentlich blöd. Wieso bekomme ich eigentlich nie eine Mitteilung vom Amt, wenn ich mich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halte? Das wäre doch auch mal nett.

Sehr geehrte Frau Malisic, wir freuen uns darüber, Ihnen mitteilen zu können, dass sie in Zusenhofen am …… 29 km/h gefahren sind. Herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Leistung. Sie sind ein Vorbild in unserer Stadt und wir belohnen Sie mit einem Gutschein über……. und so weiter und so fort.

Oder warum bekomme ich eigentlich nie Schreiben, in denen steht: 

Vielen Dank, dass Sie Ihre Rechnung innerhalb von der Frist gezahlt haben.

Wie schön, dass Sie ordnungsgemäß geparkt haben.

Danke, dass Sie ihre Steuererklärung so korrekt abgegeben haben.

Super, dass Sie pünktlich bei Ihrem Arzttermin erschienen sind.

Na ja so in der Art……..

Das wäre doch mal eine Aktion der Wertschätzung und Anerkennung. Anstatt immer nur blöde Strafzettel zu bezahlen.


hm

Kommentare:

  1. Also liebe Heike,ich kann Dir die Hand reichen. Mein Strafzettel mit 44 statt 30 innerhalb der Ortschaft ist schon da, es handelt sich um läppische 25 Euro. Ich wußte gar nicht, dass dort auf 500m 30 ist. Der andere war innerhalb geschlossener Stadt 7 zuviel,waren 15 Euro.Ich kanns auch! Werde auch nie belohnt mit freundlichen Schreiben! Wollte auch keiner wissen, dass ich einen Termin mit dem Schornsteinfeger hatte oder gerade vom frisch geborenen Enkelkind komme. Schnellfahrerzuschlag, liegt in unserer Hand!

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Hier im Süden gibt es doch so ne redewendung: "nicht geschimpft ist genug gelobt!" An die "Wahrheit " glaub ich natürlich auch nicht und deine Idee mit den Lob-Anschreiben finde ich grandios, sollte man mal weitergeben. LG carola

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